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Apps FÜr Touristen : Brandenburg lockt mit digitalen Reiseführern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

In der Prignitz und im Rest des Landes setzt die Tourismusbranche verstärkt auf Smartphones.

svz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 23:10 Uhr

Die Tourismusbranche entdeckt die Smartphone- und Tablet-Apps für sich. Zahlreiche Kommunen sind bereits mit den kleinen Programmen für mobile Geräte erkundbar. „Andere haben gerade erst den Wert für sich entdeckt“, sagte Silke Kühlewind vom Städte- und Gemeindebund. „Das mobile Internet spielt eine immer größere Rolle“, ergänzte die Sprecherin der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB), Birgit Kunkel.

Das belegen auch Erhebungen des Branchenverbandes Bitkom. 2012 wurden mehr als 1,7 Milliarden Apps in Deutschland heruntergeladen. 40 Prozent aller Deutschen, die älter als 14 sind, verfügen über ein Smartphone.

Um diese Menschen auf Reisen durch Brandenburg zu begleiten, hat die TMB vor zwei Jahren eine kostenlose App unter dem Titel „Brandenburg. Das Weite liegt so nah“ online gestellt. „Sie wurde seit 2012 schon 25 000 mal heruntergeladen“, erklärte Kunkel. „Wir haben für die Entwicklung der App rund 20 000 Euro ausgegeben. Mit dem Programm haben die Touristen alle Informationen zu den Sehenswürdigkeiten, zur Gastronomie, zu Übernachtungsmöglichkeiten mit Kontaktmöglichkeit für Anfragen und Buchungen im Land auf einen Schlag greifbar.“

Die Konsequenz aus der zunehmenden Digitalisierung ist, dass die TMB weniger Broschüren druckt. „Das Gastgeberverzeichnis auf Papier haben wir schon eingestellt. Per App und Internet sind alle Infos abrufbar und immer auf dem neuesten Stand“, sagte Kunkel.

Katharina Zimmermann vom Tourismusverband Prignitz schränkte allerdings ein, die Entwicklung stünde derzeit noch ganz am Anfang. „Allein die Pflege der Datensätze bedeutet unglaublich viel Arbeit“, sagte sie dem Prignitzer. Dazu komme das Problem, dass in einigen Gebieten noch kein stabiles, schnelles Internet verfügbar sei.

Einige Städte, darunter Potsdam, Cottbus, Brandenburg/Havel und Prenzlau, verfügen bereits über eigene Apps. Der Trend schwappt sogar aufs Land über. Die Region Kremmen (Oberhavel) ist seit 2012 mit einer eigenen App dabei. Knapp 3000 Euro hat die Stadt in das Projekt gesteckt, das vom örtlichen Tourismusverein betrieben wird.

In der Prignitz setzt der Tourismusverband dagegen ganz auf die Brandenburg-App der TMB. „Der Werbeeffekt ist da am stärksten“, erklärte Zimmermann. Wenn sich die Gelegenheit biete, nutze man allerdings auch andere Möglichkeiten. So seien Prignitzer Sehenswürdigkeiten in einer Museumsführer-App vertreten. Zudem überarbeite der Verband derzeit den offiziellen Internet-Auftritt der Region – unter anderem soll die Darstellung auf Smartphones verbessert werden.

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