Leichenfund im Supermarkt : Bestatter gibt Standort auf

Ein Bestattungsunternehmer hatte Teile des Supermarktes angemietet und darin Leichen gelagert.
Ein Bestattungsunternehmer hatte Teile des Supermarktes angemietet und darin Leichen gelagert.

Leichenhalle im Wohngebiet ungeeignet

svz.de von
12. Mai 2015, 20:45 Uhr

Ein Bestatter aus Wandlitz, der in einem ehemaligen Einkaufsmarkt fünf Leichen in Särgen gelagert hatte, will seine Zweigstelle in Klosterfelde aufgeben und neue Räume suchen. „Der Tod ist noch immer ein Tabu-Thema. Insofern verstehe ich, dass Anwohner beunruhigt sind, wenn bei ihnen mehrfach am Tag Leichenwagen vorbeifahren“, sagte der Unternehmer. Zugleich beteuerte er, zu keinem Zeitpunkt Verstorbene mehrere Tage oder Nächte lang in der Klosterfelder Halle gelagert zu haben.

Nachdem bekannt wurde, dass in dem früheren Einkaufsmarkt Leichen gelagert werden, hatte die Amtsärztin des Landkreises Barnim einen Abtransport angeordnet. Dem Bestatter droht ein Bußgeldverfahren, weil er gegen die Bauordnung verstoßen haben soll. Er hatte versäumt, einen Antrag auf Umnutzung des Gebäudes zu stellen. Ein Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz liege indes nicht vor. Auf die Kritik des Kreises reagierte der Bestatter mit dem Einwand, er habe sich nichts vorzuwerfen.

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