Rekordstreik startet: : Bahnkunden in der Prignitz sind sauer

Der Bahnstreik zerrt an den Nerven der Reisenden.
Der Bahnstreik zerrt an den Nerven der Reisenden.

Der bundesweite Lokführerstreik hat gestern auch den Zugverkehr in Brandenburg stark getroffen. Nur rund 20 Prozent der Regionalzüge sind gefahren.

svz.de von
06. November 2014, 22:00 Uhr

Der bundesweite Lokführerstreik hat gestern auch den Zugverkehr in Brandenburg stark getroffen. Nur rund 20 Prozent der Regionalzüge seien gefahren, sagte ein Bahnsprecher.

Das Unternehmen hatte Notfahrpläne aufgestellt. Von dem Ausstand waren die drei Bahn-Wettbewerber in der Region nicht betroffen, darunter die Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG), so der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Dies bestätigte Burghard Papke, Sachbearbeiter für den Linienverkehr im Landkreis Prignitz: „Wir fahren normalen Linienverkehr. Vor allem haben wir den Streik auf der Busstrecke von Perleberg nach Wittenberge gemerkt, wo deutlich mehr Leute unterwegs waren.“ Zusätzliche oder auch längere Fahrten seien hingegen weder geplant noch generell möglich.

Der erneute Streik stößt immer mehr Bahnkunden sauer auf: „Ich habe kein Verständnis mehr“, sagte Elke Weiß auf dem Bahnhof in Wittenberge. Sie kam aus Lüchow-Dannenberg und wollte ihre Enkel in Berlin besuchen. Vor drei Wochen hatte der Streik bereits ihre Pläne durchkreuzt. „Ich kann nicht so oft frei nehmen und wenn ich mich dann nicht auf die Bahn verlassen kann, ist das schlecht“, so ihre Meinung.

Auf dem sonst stets zugestellten Parkplatz blieb manche Parkbucht frei und zeitweilig kamen nur sehr wenige Gäste, die mit dem Regionalexpress nach Berlin wollten. Der fuhr zumindest, der Fernverkehr nach Hamburg hingegen fast nicht. Wer nach Magdeburg wollte, musste in den Bus umsteigen. Immerhin gab es auf dieser Strecke einen Ersatzverkehr – aber der kostete eine Menge Zeit. Bis Stendal 1:43 Minuten und bis Magdeburg mindestens 2:40 Minuten. Den Streik spüren die Verkäuferinnen im Kiosk schmerzhaft. Deutlich weniger Kunden kommen“, sagt Sandra Manole. Schüler und Pendler vermisste sie. „Manche hatten angekündigt, gleich einen freien Tag zu nehmen.“


 

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