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Herber Schlag für Hunderte Mitarbeiter: : Bahn schließt zwei Werke

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Deutsche Bahn schließt zwei Instandhaltungswerke in Ostdeutschland. Betroffen sind die Standorte Eberswalde und Zwickau in Sachsen. Das Unternehmen wolle den insgesamt rund 570 Mitarbeitern andere Arbeitsplätze im DB-Konzern anbieten.

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erstellt am 08.Okt.2014 | 22:00 Uhr

Herber Schlag für Hunderte Bahn-Mitarbeiter: Die Deutsche Bahn schließt zwei Instandhaltungswerke in Ostdeutschland. Betroffen sind die Standorte Eberswalde und Zwickau in Sachsen.

Das Unternehmen wolle den insgesamt rund 570 Mitarbeitern andere Arbeitsplätze im DB-Konzern anbieten, hieß es gestern in einer Mitteilung. Gewerkschafter kündigten massiven Widerstand an. Die Bahn begründet den Schritt mit einem Rückgang von Instandhaltungsleistungen an Güterwagen. Eine nachhaltig wirtschaftliche Lösung sei nur durch die Schließung der Werke möglich, hieß es. In Zwickau sollen demnach bis Ende 2015 und in Eberswalde bis Dezember 2016 die Lichter ausgehen.

Der Gesamtbetriebsrat der DB Fahrzeuginstandhaltung forderte die Rücknahme der Werkschließungen und ein neues Werke-Konzept für die gesamte DB AG. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verurteilte ebenfalls die Schließungen. „Der Frust und das Unverständnis der Beschäftigten sind riesig“, sagte der stellvertretende EVG-Vorsitzende, Klaus-Dieter Hommel. „Wir werden uns gegen den Beschluss mit allen Mitteln wehren.“


Unabsehbare Konsequenzen


Für Eberswalde (Barnim) ist die Schließung des Werks mit rund 490 Mitarbeitern ein herber Schlag. Das traditionsreiche Werk hatte erst im vergangenen Jahr 135 Jahre Bestehen gefeiert. Die Bahn ist nach Stadtangaben einer der größten Arbeitgeber. Noch im Februar hatte sich Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) für das Werk stark gemacht – vergeblich.

Heute wollte der Politiker nach Eberswalde fahren und sich mit Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) treffen. Boginski sagte: „Das ist für die Stadt Eberswalde und weit darüber hinaus eine extrem bittere Nachricht, mit Konsequenzen, die heute noch gar nicht absehbar sind.“

Ob die getroffenen Entscheidungen auch Auswirkungen für das Bahn Instandhaltungswerk in Wittenberge haben, wollte die Bahn gegenüber dem „Prignitzer“ nicht bestätigen. „Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun“, so eine Bahnsprecherin. Gleichzeitig führte sie jedoch an, dass auch im Wittenberger Werk Leistungsrückgänge zu verzeichnen seien. „Auch darauf werden wir reagieren. Das Thema Schließung stellt sich jedoch nicht.“

Nach eigenen Angaben unterhält die Bahn bundesweit an 15 Standorten Werke für Fahrzeuginstandhaltung – künftig sind es noch 13.

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