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Kriminalität : 125 Millionen Euro Schaden durch Wirtschaftsdelikte

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Zahl der Fälle in Brandenburg ist rückläufig, die Aufklärungsquote gestiegen.

Die registrierte Wirtschaftskriminalität hat in Brandenburg im vergangenen Jahr deutlich abgenommen. Insgesamt 2672 Fälle seien erfasst worden, etwa 14 Prozent weniger als 2012, sagte der stellvertretende Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg, Dietmar Keck. Wie im Bundesmaßstab machten Wirtschaftsstraftaten jedoch insgesamt nur einen geringen Teil der Gesamtkriminalität aus. 2013 lag der Anteil nach den Angaben bei 1,4 Prozent, 2012 noch bei 1,6 Prozent.

Die Aufklärungsquote sei mit 95,7 Prozent weiter gestiegen, nach 93,5 Prozent 2012, sagte Keck. Viele Verfahren seien aber sehr komplex und damit auch langwierig. Meist könnten sie erst nach langen Prozessen rechtskräftig abgeschlossen werden. Der Gesamtschaden werde auf 125 Millionen Euro beziffert, sagte er. Das seien knapp 61 Millionen Euro weniger als 2012.

Allein fast 90 Millionen Euro Schaden entstanden nach den Angaben durch kriminelle Aktivitäten nach dem Gesellschaftsrecht wie Insolvenzverschleppung.


Betrug und Veruntreuung


Den größten Anteil an diesen Delikten machten Veruntreuungen mit etwa der Hälfte der Fälle und Betrugsdelikte aus. 1100 Mal wurde die Veruntreuung beziehungsweise Nichtzahlung von Löhnen und Gehältern angezeigt. Knapp 1300 Täter wurden ermittelt.

Zeitaufwendig war unter anderem ein Fall, der durch die Anzeige einer Bank ins Rollen kam, die Immobilienkredite über das Internet anbietet. Die beiden Haupttäter agierten etwa vier Jahre lang unter falschen Namen als Finanzagentur. Sie versprachen Kreditvermittlung insbesondere für Hartz-4-Empfänger. Mit dem Geld finanzierten die beiden Täter ihre zwei Firmen und den eigenen Lebensstil.

Der Schaden bei den Banken lag bei etwa 4,4 Millionen Euro. Nach umfangreichen Ermittlungen konnten die Männer festgenommen werden. Sie hatten ein Opfer zur Bank begleitet, um eine sechsstellige Summe abzuheben. Anschließend wurden sie festgenommen. Sie wurde zu jeweils sechs Jahren Haft verurteilt.

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