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Wildtiermanagement in Brandenburg : Wild geschossen, Biber gepflegt

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Umweltminister bilanziert Erlegungsprämie und Zahlen aus Bibermanagement

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2017 | 21:00 Uhr

Die Erlegungsprämie für Schwarzwild im Osten brandenburgs zeitigt laut Umweltminister Jörg Vogelsänger Erfolge. „Unsere erste Auswertung legt nahe, dass die Prämie wirkt. Für das Jagdjahr 2016/2017 zeichnet sich eine der höchsten Schwarz-wildstrecken seit Beginn der jagdstatistischen Aufzeichnungen ab.“

Landesweit wurden 76 512 Wildschweine erlegt, das sind 8 Prozent mehr als 2015/2016. Seit Beginn des Jagdjahres 2016/17 am 1. April 2016 gewährte das Agrar- und Umweltministerium – zeitlich befristet für drei Jahre - eine Erlegungsprämie in Höhe von 20 Euro für zusätzlich erlegtes Schwarzwild in den Landkreisen Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Spree-Neiße und Cottbus. Mit dem finanziellen Anreiz für die Jagdpächter soll eine weitere Verdichtung der ohnehin wachsenden Schwarzwildpopulationen verhindert werden. In den teilnehmenden Jagdbezirken der fünf Landkreise wurden 1838 Stück Schwarzwild über dem Referenzwert des Jagdjahres 2015/2016 erlegt und prämiert. Lediglich in den Jagdjahren 2002/03 mit 79 036 und 2008/09 mit 80 151 wurden höhere Werte erzielt.

Biberbestand entwickelt sich gut



Ruhiger hingegen lebt der streng geschützte Biber. Das Sieben-Punkte-Programm zum Bibermanagement sei ein Erfolg, so Vogelsänger und werde konsequent weiterverfolgt. Der Biber kommt in Brandenburg wieder flächendeckend vor, sein Erhaltungszustand sei gut. Der Managementplan aus dem Jahr 2015 sieht Maßnahmen vor, die mit der Bestandssicherung des Nagers einhergehende Nutzungskonflikte mit Land-, Teich- und Forstwirtschaft entspannen sollen und etwa an Deichen und Dämmen von Hochwasserschutzanlagen den Schutz des Bibers einschränken. Bilanz in zwei Jahren: rund 850 Vergrämungsmaßnahmen in fünf Landkreisen und etwa 50 Entnahmen in drei Landkreisen stehen zu Buche. Verbände, die mit der Gewässerunterhaltung betraut sind und aus Artenschutzgründen Biberschäden tolerieren müssen, seien laut Ministerium in 16 Fällen mit einer Gesamtsumme von rund 400 000 Euro unterstützt worden. Auch für 2017 und 2018 stehen Haushaltsmittel in dieser Größe zur Verfügung, teilte das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft mit.

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