Statistik : Weniger Diebe, mehr Schläger

Kriminalität sinkt in Brandenburg auf ein Rekordtief

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16. März 2018, 05:00 Uhr

Die Kriminalität in Brandenburg ist vergangenes Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sagte gestern in Potsdam, erstmals sei die Zahl der registrierten Straftaten unter die Marke von 180 000 gesunken. „Im Jahr 2017 ist Brandenburg sicherer geworden“, sagte Schröter. Insgesamt wurden 175 003 Fälle erfasst, 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Vor allem der Rückgang der Diebstähle drückte die Gesamtkriminalität. Fast 66 900 Fälle wurden erfasst, rund 8700 weniger als im Vorjahr. Besonders starke Rückgänge gab es mit 38 Prozent bei Diebstählen aus Kellern.

Gleichzeitig ging die Zahl der Autodiebstähle von knapp 2900 auf gut 2500 zurück, die Zahl der Wohnungseinbrüche sank von 4200 auf 3200. Seit den 1990er-Jahren steigt kontinuierlich der Anteil der Wohnungseinbrüche, bei denen die Täter scheitern. Zuletzt lag die Versuchsquote bei fast 40 Prozent.

Bei der Gewaltkriminalität wurden 2017 jedoch 5100 Gewaltstraftaten erfasst, rund 400 Fälle mehr als im Vorjahr. Bereits 2016 war der Bereich, der Mord, Totschlag, Vergewaltigung oder gefährliche Körperverletzung umfasst, gewachsen. Die Zahl der Rauschgifttoten stieg deutlich von 21 auf den Rekord von 30 an. Die Zahl der erfassten Rauschgiftdelikte stieg leicht um 270 auf 7600 Fälle.

Von den rund 175 000 Straftaten wurden etwa 97 000 aufgeklärt. Die Quote stieg von 53 auf 55,3 Prozent. 31 200 Tatverdächtige wurden ermittelt, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Darunter waren fast 9000 nichtdeutsche Tatverdächtige. Die Zahl stieg vor allem wegen unerlaubten Aufenthalts um 12,4 Prozent. Sorge machten der Polizei Banden, die für Einbruchstouren nach Deutschland kommen.

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