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Oranienburg : Weltkriegsbombe entschärft

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

12000 Oranienburger mussten ihre Häuser verlassen. 280 Kräfte im Einsatz

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Kampfmittel-Spezialisten haben in Oranienburg eine Weltkriegsbombe entschärft. Der Sperrkreis rund um den Fundort der 250-Kilo-Bombe amerikanischer Bauart wurde am frühen Mittwochnachmittag nach der Entwarnung aufgehoben, teilte die Stadtverwaltung mit. Zuvor hatten am Morgen rund 12 000 Anwohner im Radius von einem Kilometer ihre Häuser verlassen. Rund 280 Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz sicherten das Gelände. Oranienburg gehört zu den deutschen Städten, die besonders mit Weltkriegsmunition belastet sind.

Der Zünder der Bombe sei problemlos entfernt worden. Lediglich die senkrechte Lage der Bombe im Boden sei schwierig gewesen – die Spezialisten hätten tiefer graben müssen als gedacht. Das Team trug während der Arbeiten Schutzanzüge und Mundschutz, weil das Erdreich in dem Gewerbegebiet belastet ist.

Im Sperrkreis befinden sich ein Krankenhaus und ein Altenheim, die jeweils evakuiert werden mussten. Mehr als 50 Krankentransporter aus unterschiedlichen Landkreisen seien im Einsatz gewesen. Betroffen waren auch Bahnhöfe des S- und Regionalbahnverkehrs. Der Bahnverkehr stand laut Stadtverwaltung am Vormittag still und war durch Busse ersetzt worden.

In dem Gewerbegebiet war schon Ende Februar ein Blindgänger entschärft worden. Nach der gestrigen Räumaktion werden vier weitere Bomben im Boden vermutet. Die nächste Entschärfung steht noch vor dem Sommer an.

Charlotte Gerling

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