Landesbauerntag : Weiterer Rückgang bei Milchkühen

In Brandenburger Ställen standen 2017 insgesamt 151 000 Milchkühe.
In Brandenburger Ställen standen 2017 insgesamt 151 000 Milchkühe.

Landwirtschaftsbetriebe zukunftsfähig für neue EU-Agrarförderung ab 2020 aufstellen.

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22. März 2018, 05:00 Uhr

In einem Zehn-Punkte-Programm hat der Landesbauernverband Brandenburg gestern auf seinem Landesbauerntag am Seddiner See seinen Forderungskatalog an Brandenburgs Agrar- und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde übergeben. Übereinstimmung mit dem Berufsstand gibt es in den Kernfragen bei der Weiterentwicklung der europäischen Agrarförderung ab 2020: „Bislang sind nur erste Eckpunkte bekannt. Mit anderen Bundesländern haben wir uns frühzeitig gegenüber dem Bund dafür ausgesprochen, dass wir zur wirksamen Umsetzung der gemeinsamen europäischen Ziele im Umweltschutz, beim Erhalt der biologischer Vielfalt, für Investitionen ins Tierwohl, bei der Bewältigung des Klimawandels und für den Erhalt der natürlichen Ressourcen weiter eine starke erste und zweite Säule brauchen, die mindestens in dem bisherigen Finanzvolumen erhalten werden muss, sagte Schilde und fügte an. „Wir lehnen die Einführung von Degression und Kappung ab. Diese Instrumente werden der Struktur der ostdeutschen Mehrfamilienbetriebe in keiner Weise gerecht.“

Brandenburg gehört aufgrund seiner leichten Böden zu den Bundesländern die weiterhin eine Ausgleichszulage gewähren. Nach den Vorgaben der EU war in diesem Jahr eine Neuabgrenzung erforderlich. Die neue Gebietskulisse umfasst im Vergleich zur alten fünf Prozent mehr landwirtschaftliche Nutzfläche und damit landesweit mehr als eine Million der 1,33 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche im Brandenburg.

Mit der Erarbeitung einer neuen Beraterrichtlinie will das Land landwirtschaftliche Betriebe dabei unterstützen, sich zukunftsfähig aufzustellen. Denn Schwerpunkt der neuen Richtlinie werden insbesondere die Themen ökologischer Landbau, Gartenbau, Klimawandel, Tierschutz und Tierhaltung, Biodiversität, nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen Boden sein.

Die Milchviehhaltung profitierte von einem von EU und Bund finanzierten Milchpaket, in dessen Rahmen die Brandenburger Milchbauern Beihilfen im Wert von knapp acht Millionen Euro ausbezahlt bekamen, wie das Landwirtschaftsministerium informierte. Der Rückgang bei den Milchkühen setze sich aber auch 2017 fort. Der Bestand sank um 1400 Tiere auf 151 000 Milchkühe. Die Schweine- und Legehennenbestände blieben nahezu unverändert, während die Anzahl gehaltener Schafe um 3200 Tiere auf 69 300 Schafe zurückging.

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