E-Learning : Wehren setzen auf E-Learning

Eine Ausbildung für den Feuerwehrnachwuchs ist aktuell noch nicht möglich. Manche Wehren bieten digitale Angebote an.
Eine Ausbildung für den Feuerwehrnachwuchs ist aktuell noch nicht möglich. Manche Wehren bieten digitale Angebote an.

In Corona-Zeiten findet keine Ausbildung im Jugendbereich statt. Feuerwehren entdecken digitale Angebote für sich

23-11368050_23-66107917_1416392348.JPG von
07. Juni 2020, 21:00 Uhr

Für die Feuerwehr in Brandenburg war die bisherige Corona-Krise mit vielen Einschränkungen verbunden. Das betraf nicht nur die Einsätze, sondern auch die Ausbildung, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. „Präsenzveranstaltungen waren absolut nicht möglich“, sagt Frank Kliem, Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbands. Die Kreativität der Feuerwehrleute sei aber groß gewesen. So hätten sich beispielsweise interaktive Schulungen etabliert.

„Wenn wir etwas aus dieser Ausnahmesituation mitnehmen, wird es die Erkenntnis sein, dass die elektronischen Medien zukünftig noch intensiver Einzug halten werden“, sagt Kliem. In einzelnen Bereichen sei das eine echte Alternative. „Sie spart Zeit, Aufwand und Kosten. Ein gesunder Mix aus E-Learning und Präsenzveranstaltungen wird der Weg der Zukunft sein“, sagt der Vizepräsident.

E-Learning spielt auch bei der Potsdamer Feuerwehr seit Corona eine wichtigere Rolle. „Über den Stadtfeuerwehrverbund ist ein digitales Format aufgebaut worden, so dass ein Teil der Ausbildung über ein Online-Format absolviert werden konnte“, berichtet Potsdams Stadtsprecherin, Juliane Güldner. Zur Kommunikation würden auch Videokonferenzen eingesetzt.

In Wittstock hatten Wehren in den Ortsteilen Aufgaben an ihre Kameraden per Whatsapp oder Email geschickt, wie Stadtwehrführer Steffen Müller berichtet. Für die Kinder- und Jugendfeuerwehr hatte Stadtjugendwehrwartin Jennifer Dürkoop kleine Rätsel und Malaufgaben rund um das Thema Feuerwehr vorbereitet.„Damit die Kinder und Jugendlichen nicht ganz aus der Übung kommen“, sagt sie.Bei Einsätzen sind Steffen Müller zufolge die Abstands- und Hygieneregeln penibel eingehalten worden. „Wir sind wegen der Corona-Regelungen auch mit mehr Fahrzeugen ausgerückt, damit die Kameraden nicht zu dicht zusammensitzen“, berichtet der Stadtwehrführer. Es werde ein Mund-Nasenschutz getragen, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten, beispielsweise auf dem Löschfahrzeug, wo man sich gegenübersitze. Im Rettungsdienst wird laut der Sprecherin, wenn Infektionsgeschehen bekannt seien, Mund-Nasenschutz getragen sowie mit Einweghandschuhen und Schutzkitteln gearbeitet. Seit dem 25. Mai ist der Übungs- und Ausbildungsdienst im Bereich des Ehrenamts unter Auflagen möglich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen