Brandenburg : Warnung vor Erotikdienst-Abzocke

<p>In betrügerischer Absicht: Es gibt eine neue Masche mit dem Telefon-Sex</p>

In betrügerischer Absicht: Es gibt eine neue Masche mit dem Telefon-Sex

Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt vor einer Erotikdienst-Abzocke.

svz.de von
15. Mai 2018, 05:00 Uhr

Den Verbraucherschützern liegen diverse Rechnungen vor, wie die Zentrale in Potsdam gestern mitteilte. Aktuell verschickten Betrüger für angeblich in Anspruch genommene, telefonische Erotikdienste Rechnungen an Brandenburger. Sie verwenden dafür Firmennamen wie Berida, Ezona, LML, Ribax, Timax, Onax, Tevac oder Lavaro. Michèle Scherer, Referentin für Digitales bei der Verbraucherzentrale Brandenburg erklärt, woran man die betrügerischen Rechnungen erkennt und was man tun kann.

Die Masche sei simpel und bekannt: Verbraucher erhalten einen Anruf, angeblich, weil ein Paket oder ein Bußgeldbescheid nicht zugestellt werden konnte.  Sie bestätigen dem Anrufer ihre Adresse und kurze Zeit später bekommen sie Post. Allerdings erhalten sie kein Paket oder einen Bußgeldbescheid, sondern eine Rechnung für angeblich in Anspruch genommene Dienste    von Telefonerotik, Service für Erwachsene oder Erwachsenenunterhaltung, so Scherer. Die Betroffenen sollen das Geld, meist  rund 90 Euro, nach Tschechien überweisen bzw. per Post an ein dortiges Postfach schicken. Die Masche gibt es seit Jahren, neu ist: Einige Betroffene erhalten die Rechnung zunächst per SMS und  erst im Anschluss per Post.

„Betroffene sollten sich nicht einschüchtern lassen und den geforderten Betrag auf keinen Fall zahlen“, sagt Scherer. „Die Betrüger spielen mit der Scham der Betroffenen und spekulieren darauf, dass diese lieber zahlen, als Rat einzuholen. Wenn man keine Dienste genutzt hat, muss man auch nichts bezahlen“, so Scherer und rät zudem, eine Anzeige bei der Polizei zu stellen.

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