Glutnester flackern auf : Waldbrände nicht völlig gelöscht

Ein Hubschrauber nimmt zur Waldbrandbekämpfung Löschwasser auf.
Ein Hubschrauber nimmt zur Waldbrandbekämpfung Löschwasser auf.

Flammen in Jüterboger Forst – Glutnester lodern wieder auf

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28. August 2019, 05:00 Uhr

Das Feuer auf dem früheren Truppenübungsplatz in Jüterbog (Teltow-Fläming) ist wieder aufgeflammt. Anders als zunächst angenommen konnte der Brand doch nicht vollständig gelöscht werden. Am Dienstagvormittag wurden bei Nachkontrollen vereinzelt etliche Glutnester entdeckt, die sich wieder entfacht hatten, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg. Die Feuerwehr sei mit rund 25 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen vor Ort. Auch ein Hubschrauber soll die Löscharbeiten aus der Luft unterstützen, da das munitionsbelastete Gebiet vom Boden schlecht zugänglich sei. Aktuell werden von den Feuerwehrleuten die Grenzen des Brandes mit Wasser nass gehalten.

Am Montagnachmittag brannten zunächst drei Hektar Kiefernwald östlich des Keilbergs. Das Feuer habe sich dann auf etwa vier Hektar ausgebreitet.

Auch der ehemalige Truppenübungsplatz in Lehnin sowie ein Areal in Baruth waren betroffen. Alle Brände konnten laut Feuerwehr weitgehend gelöscht werden. Der Waldbrand bei Lehnin (Potsdam-Mittelmark) war am Montag gegen 14.30 Uhr ausgebrochen, konnte aber schon am Abend gelöscht werden, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel.

Direkt nach dem Alarm in Lehnin wurde ein Feuer in Jüterbog (Teltow-Fläming), östlich des Keilbergs, gemeldet. Hier standen am Montagnachmittag zunächst drei Hektar Kiefernwald in Flammen. Das Feuer habe sich dann auf etwa vier Hektar ausgebreitet, hieß es vom Lagedienst der Brandenburger Polizei am Montag.

Weil der Boden auf dem Gelände mit Munition belastet ist, kamen die Feuerwehrleute nicht direkt an den Brand heran. Es seien Feuerwehren aus Jüterbog und Niedergörsdorf mit elf Fahrzeugen im Einsatz gewesen. Auch ein Löschhubschrauber unterstützte die Rettungskräfte aus der Luft. Am Abend schien der Brand dort unter Kontrolle und es waren nur noch Glutnester übrig. Die Nachkontrollen liefen am Dienstagmorgen, wie eine Sprecherin der Regionalleitstelle Brandenburg sagte. Laut Polizei wurden vor Ort bislang keine Hinweise auf mögliche Verursacher des Feuers gefunden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauerten aber an.

Der Einsatz in Baruth konnte ebenfalls am Montagabend beendet werden. Hier standen nur rund 500 Quadratmeter Waldfläche in Flammen, hieß es von der Regionalleitstelle Brandenburg.

Zuletzt brannten im Juni auf dem früheren Truppenübungsplatz Jüterbog 744 Hektar. Mehr als 350 Mal hat es bislang in diesem Jahr in Brandenburgs Wäldern gebrannt. Am Dienstag wurde vom Umweltministerium in Potsdam für das Havelland und die Prignitz die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5 ausgerufen. In vier Landkreisen herrschte die zweithöchste Stufe 4, für die restlichen acht Regionen gelten die mittlere Stufen 3 sowie 2 mit einer geringen Gefahr.

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