Wahlkampf mit geballter Frauenpower

Kathrin Boleslawsky (Linke)  Fotos: privat
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Kathrin Boleslawsky (Linke) Fotos: privat

Kyritzer Bürgermeisterin sieht sich mit zwei Gegenkandidatinnen konfrontiert / Wahl am 4. November

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27. September 2018, 12:37 Uhr

Lediglich zwei der zehn in Ostprignitz-Ruppin zu vergebenden Chefstellen in Rathäusern sowie Amts- und Gemeindeverwaltungen sind mit Frauen besetzt: in Fehrbellin und in Kyritz, wenn man von der Vakanz im politisch derzeit turbulenten Amt Temnitz absieht.
Bei mindestens zwei weiblichen Spitzen wird es nach der
Bürgermeisterwahl in der Knatterstadt auch bleiben. Denn im Kyritzer Wahlkampf ist geballte Frauenpower angesagt. Amtsinhaberin Nora Görke sieht sich mit zwei Gegenkandidatinnen konfrontiert: Denise-Verena Ladewig-Hoffmann (CDU) und Kathrin Boleslawsky, parteilose Bewerberin der Linken, versuchen, ihr den Posten streitig zu machen. Gewählt wird am 4. November.
Görke ist zwar ebenfalls parteilos, geht aber wie vor acht Jahren mit dezidierter SPD-Unterstützung ins Rennen. 2010 hatte sie gleich im ersten Wahlgang 55,7 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinen können. Mit 28,7 Prozent aller Wahlberechtigten übertraf sie auch das verfassungsgemäß vorgesehe Quorum von 15 Prozent sehr deutlich.
Damit hat die damalige Bauamtsleiterin der Stadt ihren Chef, Hans-Joachim Winter von der CDU, ablösen können. Winter konnte nur 15,6 Prozent der zur Wahl gegangenen Kyritzer von sich überzeugen – und damit weniger als Rita Büchner (Linke). Die Lellichowerin holte 17,6 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Einzelkandidat Michael Rieder war mit 11,1 Prozent deutlich abgeschlagen.

Mit Denise-Verena Ladewig-Hoffmann tritt eine CDU-Kandidatin an, die unter anderem Beisitzerin im Vorstand der Frauen-Union des Landes Brandenburg ist. Sie ist auch bekannt durch ihren Einsatz im Netzwerk „Gesunde Kinder“. Wahlkampferfahrung hat sie bislang allerdings noch nicht gesammelt.
Das gilt für Kathrin Boleslawsky keinesfalls. Die 47-Jährige war bereits 2013 Kandidatin für das Erstmandat des Bundestages, das im Wahlkreis Prignitz-Ruppin-Havelland zu vergeben war. Seinerzeit allerdings trat sie noch für die Bündnisgrünen an. Aus dieser Partei ist sie vor zwei Jahren ausgetreten, weil sie sich angesichts diverser bundespolitischer Entscheidungen, so in der Frage des Umgangs mit Griechenland in der EU-Schuldenpolitik, von ihrer einstigen Parteiheimat entfremdet hat.

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