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Vor der Bundestagswahl : Wahlkampf geht in heiße Phase

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Am 24. September wird in Brandenburg in zehn Wahlkreisen abgestimmt – Jeder entsendet direkt einen Abgeordneten in den Bundestag

svz.de von
erstellt am 18.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Der Bundestagswahlkampf in Brandenburg geht langsam in die heiße Phase. Mit Spannung werden die Auftritte der Kanzlerkandidaten von CDU und SPD erwartet. Kanzlerin Angela Merkel wird am 29. August in Brandenburg an der Havel erwartet, wo die CDU gleichzeitig den Auftakt zum Volksbegehren gegen die Kreisreform feiert. Zudem will Merkel am 6. September in Finsterwalde auftreten. SPD-Herausforderer Martin Schulz wird am 15. September in Potsdam erwartet.

Bei der Bundestagswahl treten im Land 186 Kandidaten in den zehn Wahlkreisen oder per Landesliste an. Rund zwei Millionen Brandenburger sind am 24. September wahlberechtigt. Es wird im Land in zehn Wahlkreisen abgestimmt. Jeder Wahlkreis schickt einen Abgeordneten in den Bundestag. 2013 errang die CDU neun von zehn Direktmandaten. Über Zweitstimmen und Landeslisten wird entschieden, wie das Verhältnis im Plenum aussieht.

Wahlkreis 56: Der Wahlkreis im Nordwesten umfasst neben der Prignitz Teile des Havellandes. Wegen des Neuzuschnitts der Wahlkreise gehört auch Nauen dazu. In der ländlichen Region tritt der bisherige Wahlkreisgewinner Sebastian Steineke (CDU) erneut an. Er kämpft unter anderem gegen die SPD-Spitzenkandidatin Dagmar Ziegler, die 2013 über die Landesliste in den Bundestag einzog. Die Linke schickt hier ihre Spitzenkandidatin Kirsten Tackmann ins Rennen.

Wahlkreis 57 Im Nordosten umfasst der Wahlkreis die gesamte Uckermark und nördliche Teile des Landkreises Barnim. An der Grenze zu Polen tritt mit Jens Koeppen (CDU) der bisherige Wahlkreisgewinner an.

Wahlkreis 58 Nördlich von Berlin umfasst der Wahlkreis den Kreis Oberhavel und Teile des Havellandes. Auch hier tritt mit Uwe Feiler (CDU) ein bisheriger Direktmandatgewinner an.

Wahlkreis 59 Der Wahlkreis östlich von Berlin und nördlich von Frankfurt (Oder) gilt als eine Hochburg der Linkspartei - sie erhielt hier vor vier Jahren 26,3 Prozent der Zweitstimmen.

Wahlsieger war aber Hans-Georg von der Marwitz (CDU), der den Wahlkreis verteidigen will. Chancen könnte auch Kerstin Kühn von den Linken haben, die hier erstmals direkt antritt.

Wahlkreis 60 Der Ex-Wahlkreis von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier umfasst neben der Stadt Brandenburg an der Havel große Teile des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Hier tritt die bisherige Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) gegen Brandenburgs Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg (SPD) an. Der Wahlkreis gilt als Hochburg der SPD. 2013 war es der einzige, in dem die SPD ein Direktmandat errang.

Wahlkreis 61 Mit der Landeshauptstadt Potsdam und einigen unweit gelegenen Gebieten wie der Stadt Werder ist der Wahlkreis eine Hochburg der Grünen, die hier 2013 auf neun Prozent der Zweitstimmen kamen. Die Grünen schicken hier ihre Spitzenkandidatin Annalena Baerbock ins Rennen, der aber keine Chancen auf ein Direktmandat zugetraut werden. Für Aufsehen sorgte hier die Kandidatur der früheren CDU-Chefin Saskia Ludwig, die in ihrer Partei äußerst umstritten ist.

Wahlkreis 62 Der Wahlkreis umfasst neben dem Kreis Dahme-Spreewald südlich von Berlin große Teile von Teltow-Fläming. Hier will die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU) ihr Mandat verteidigen.

Wahlkreis 63 Mit Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Oder-Spree steht der Wahlkreis im Rampenlicht, weil hier AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland antritt. 2013 hatte der CDU-Politiker Martin Patzelt klar gewonnen und tritt erneut an.

Wahlkreis 64 Mit Cottbus und dem umgebenden Kreis Spree-Neiße gilt der Wahlkreis als eine AfD-Hochburg - immerhin 6,9 Prozent der Zweitstimmen erhielt die Partei 2013 hier. Die CDU schickt erneut ihren Wahlkreisgewinner Klaus-Peter Schulze ins Rennen.

Wahlkreis 65 Mit den Landkreisen Elbe-Elster und großen Teilen von Oberspreewald-Lausitz war der Wahlkreis 2013 eine CDU-Hochburg. Sie kam auf 39,5 Prozent der Zweitstimmen. Wahlkreisgewinner Michael Stübgen (CDU), der auch die Landesliste anführt, tritt erneut an.  

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