Insekten : Viele Maikäfer erwartet

Ein Maikäfer krabbelt auf einer Moosfläche.
Ein Maikäfer krabbelt auf einer Moosfläche.

Umweltverbände kritisieren zu geringe Bestände im Land Brandenburg

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11. April 2020, 05:00 Uhr

Maikäfer könnten in diesem Jahr vermehrt im Ruppiner Land zu sehen sein. In der Region werde ein Hauptflugjahr erwartet, sagte Waldschutzexpertin Katrin Möller vom Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde. Wer die Käfer beobachten wolle, müsse an den Waldrand gehen oder auf Gehölz im Ackerland achten.

Die großen, braunen Käfer treten in mehrjährigen Zyklen verstärkt auf. In der Regel dauert es im Land etwa vier Jahre, bis sich die Engerlinge genannten Larven im Waldboden zu Käfern entwickeln. Etwa Ende April kommen sie hervor. In der Natur überleben sie nur einige Wochen.

Besonders viele Maikäfer können schädlich sein für den Forst. Die Engerlinge fressen Baumwurzeln an, was verheerende Folgen vor allem für Jungbäume haben kann. In Brandenburg sei der Maikäfer kein Problem, so Möller: „Wir freuen uns, wenn er da ist.“

Umweltverbände kritisieren, der Bestand an Maikäfern in der Region sei sehr klein geworden. Jens Esser, Entomologe vom Naturschutzbund Berlin, sagte, es gebe so wenig Maikäfer, dass „Maikäferjahre“ kaum noch erkennbar sei.

Zwei der drei in Deutschland vorkommenden Maikäferarten gebe es in Brandenburg: den Feld- und Waldmaikäfer. Beide seien selten geworden, sagte Esser, der Waldmaikäfer besonders. Den Grund für den Insektenschwund sieht er unter anderem im Einsatz von Insektiziden in der Land- und Forstwirtschaft. Darunte leide auch der Maikäfer.

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