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Firmen und Behörden werben um Nachwuchs : Viel los beim Zukunftstag

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Chance für mittelständische Firmen zur Gewinnung von Nachwuchs / Polizei und Kreisverwaltung öffneten ihre Türen

svz.de von
erstellt am 28.Apr.2017 | 05:00 Uhr

5901 junge Menschen haben sich bei einem Zukunftstag über Ausbildungsmöglichkeiten in Brandenburger Unternehmen und Behörden informiert. „Schulabgänger haben derzeit beste Berufschancen in ihrer Heimat Brandenburg. Viele Betriebe und Institutionen suchen händeringend Nachwuchs“, sagte Regierungschef Dietmar Woidke, dessen Staatskanzlei sich gestern ebenfalls öffnete. Landesweit beteiligten sich 500 Unternehmen mit mehr als 8000 eintägigen Praktikumsplätzen.

Am Leibniz-Institut für Astrophysik in Potsdam konnten Mädchen und Jungen zum Beispiel mit einer speziellen Computerbrille einen Blick ins Weltall werfen. In Forst im Landkreis Spree-Neiße erhielten zehn Schüler Einblicke in die Arbeit der Verwaltung. Auch die Polizei beteiligte sich – in Potsdam wurden zum Beispiel Hundeführer und ein Boot der Wasserschutzpolizei vorgestellt.

Der inzwischen 15. Zukunftstag leitet sich aus dem ursprünglichen „Girls’ Day“ ab, mit dem bei Mädchen Interesse auch für typische Männerberufe geweckt werden sollte. Später entstand dazu der „Boys’ Day“. „Typische Rollenbilder prägen leider auch heute noch zu oft die Berufsentscheidung von vielen Jugendlichen“, sagte Arbeitsministerin Diana Golze (Linke). Entscheidend für die richtige Wahl sei, verschiedene Berufsbilder frühzeitig einfach selbst auszuprobieren.

Gestern beteiligten sich nach Angaben des Bildungsministerium über 400 Mädchen und Jungen mehr als 2016 am Zukunftstag. Auch die Zahl der Veranstalter
habe sich deutlich erhöht. 647 Anbieter stellten Plätze zur Verfügung. „Ich danke den Betrieben und Einrichtungen im Land Brandenburg, dass sie sich so zahlreich beteiligen und den Mädchen und Jungen einen Einblick in die Berufswelt ermöglichen“, sagte Bildungsminister Günter Baaske (SPD). „Die Kinder von heute sind die Arbeitskräfte von morgen. Angesichts des Fachkräftemangels gerade in kleinen und mittelständischen Betrieben ist die Hilfe bei der Berufsorientierung enorm wichtig.“

Während des Zukunftstages besuchten in Neuruppin mehr als 70 und in Perleberg mehr als 25 Schüler der 7. bis 10. Klassen, darunter 15 minderjährige Flüchtlinge, die Polizeiinspektionen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz. Dort wurden ihnen an mehreren Stationen die Aufgabenfelder der Polizei durch Filme, Technikvorführungen und persönliche Gespräche nahe gebracht. Wer wollte, konnte die Laserpistole für Geschwindigkeitskontrollen und die Körperschutzausrüstung im Einsatzfall ausprobieren oder sich von Kriminaltechnikern die Fingerabdrücke nehmen lassen.

Insgesamt acht Jugendliche der Klassenstufen 7 bis 10 von Schulen der Prignitz und aus Ostprignitz-Ruppin interessierten sich dafür, was man in der Prignitzer Kreisverwaltung macht und werden kann. Probesitzen auf dem Landratsstuhl gehörte selbstverständlich dazu. Landrat Torsten Uhe umriss das Aufgabenspektrum, das von A wie Abfallgebühren bis Z wie Zulassungsstelle reicht. Natürlich nur ganz kurz, weil es auch einige Fragen gab: Wie wird man Beamter? Was verdient man in der Verwaltung? Wie werden Bauanträge genehmigt?

Vincent Lau aus Wittenberge hatte sich bewusst für den Besuch in der Kreisverwaltung entschieden, um sich allgemein in der hiesigen Berufslandschaft zu orientieren. In die Verwaltung zu gehen, wäre eine Option unter weiteren, meinte er.

In der Kreisverwaltung Prignitz lernen derzeit sieben Azubis. Man kann hier Verwaltungsfachangestellter werden oder gar einen Studiengang Öffentliche Verwaltung belegen.  




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