Brandenburg : Vetschauer stellen nervigen Ambrosia-Pollen eine Falle

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Brandenburgs Agrar- und Umweltministerium plant die Aufstellung einer mechanischen Pollenfalle in Vetschau.

svz.de von
28. März 2016, 05:00 Uhr

Brandenburgs Agrar- und Umweltministerium unterstützt nach eigenen Angaben aus Lotto-Mitteln Kauf und Aufstellung einer mechanischen Pollenfalle in Vetschau. Mit den 15 520 Euro und 3880 Euro der Stadt wird das Projekt realisiert. Die Auswertung der in der Pollentrommel gefangenen Ambrosia-Pollen soll während der Blütezeit der Pflanze Aufschlüsse über deren Konzentration in der Luft geben. Ziel ist, die Bekämpfungsstrategien zu verbessern. die Ergebnisse werden online gestellt, so dass sich Bürger über die Belastungen von Ambrosia-Pollen besser informieren können.

Ambrosiaist bei Allergikern gefürchtet, da ihre Pollen schon in geringsten Mengen Allergien auslösen können. Diese zeigen sich durch Symptome wie tränende Augen, Heuschnupfen, Kopfschmerzen oder Husten bis hin zum Asthma. Die Pflanze verursacht aber noch mehr - eine Berührung kann bei sensibilisierten Menschen zu Hautausschlägen, Nesselsucht oder roten, juckenden Quaddeln führen.
Neben dem Monitoring zur Verbreitung der Pflanze und Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Ein- und Verschleppung von Ambrosia-Samen sowie zur Bekämpfung existierender Pflanzen bildet die Informationsarbeit hierbei eine wichtige Säule.
In Vetschau wird bereits viel getan: Seit 2010 werden Ambrosiapflanzen registriert. Wurden 2010 neun Fundorte registriert, waren es 2013 schon 56, was einer Steigerung um das Sechsfache entspricht. 2015 wurden 51 Standorte erfasst, davon 30 auf öffentlichen und 21 auf privaten Flächen. Vor allem die ländlichen Ortsteile melden Vorkommen.

Die Bekämpfung erfolgt auf kommunalen Flächen durch Ausreißen der Pflanzen, regelmäßiges Abmähen sowie durch den Einsatz chemischer Substanzen. Für das Monitoring werden der Stadt über das Jobcenter Oberspreewald-Lausitz zwei „Ambrosia-Scouts“ bewilligt. Die Bekämpfung dürfen wegen der Gesundheitsgefahr nur geschulte Mitarbeiter der Stadt vornehmen.

Mit dem Lotto-Geld werden neben der Pollenfalle auch Schutzbekleidung und Gerätschaften zur Bekämpfung angeschafft.

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