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Dreieck Havelland : Neue Autobahn zu holprig

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landesbetrieb Straßenwesen fordert Fahrbahnersatz im Dreieck Havelland

Bis zu 65  000 Laster, Pkw und Busse rauschen jeden Tag über das frisch gebaute Autobahndreieck Havelland. Erst am 18. November wurde das neue Dreieck mit viel Politprominenz nach zweijähriger Bauzeit feierlich eröffnet. Nun sind Nachbesserungen nötig.

Auf knapp 60 Millionen Euro belaufen sich die Investitionen. Doch neu heißt nicht gleich gut. Denn so mancher Autofahrer wundert sich, warum das Lenkrad während der Fahrt so zittert. Es sind Unebenheiten auf der Fahrbahn, die bei Tempo 120 merklich durchschlagen. Besonders deutlich wird das auf dem Teilstück von der A 24 kommend Richtung Barnim. Die bauausführende Firma soll schlecht gearbeitet haben, so lautet der Vorwurf seitens des Landesbetriebs Straßenwesen, der im Auftrag des Bundes den Bau zwei Jahre lang überwacht hatte. „Das ist vor allem ein ärgerlicher Fakt für die Verkehrsteilnehmer“, sagt Cornelia Mitschka vom Landesbetrieb. Allerdings sei die Holperstrecke „nicht so gefährlich, dass sie gesperrt werden muss“.


Fahrbahndecke muss erneuert werden


Zudem gebe es eine allgemeine Geschwindigkeitsbeschränkung im Autobahndreieck Havelland von 120 Stundenkilometern. Jetzt streitet sich der Landesbetrieb für Straßenwesen mit der Baufirma darum, was mit der Holperstrecke geschieht. Auftraggeber des Neubaus ist die Bundesregierung. „Wir reagieren im Auftrag des Bundes“ auf den Baumangel, erläutert Cornelia Mitschka. Während andere zu holprige und monierte Straßenabschnitte relativ einfach von der Baufirma nachgebessert werden konnten, ist es bei diesem Teil nicht möglich, so der Landesbetrieb.

Hier müsse die mangelhafte Fahrbahndecke vollständig erneuert werden, mit Ausbesserungen gibt sich der Auftraggeber nicht zufrieden. „Hier soll der beauftragte Zustand hergestellt werden“, sagt Cornelia Mitschka knapp. Wie das geschehen soll, ist ihr egal, und sei es „von Zauberhand“, sagt Mitschka, die auf Vertragserfüllung pocht. Damit sind die Positionen klar.

Der erhebliche Mangel an der Betonfahrbahn, für den jetzt Regressforderungen herausgegangen sind, wurde „bei der üblichen Bauabnahme festgestellt und protokolliert“, so Mitschka. Das hatte zur Folge, dass dieses Stück nicht abgenommen und auch nicht bezahlt wurde. Auf die Baufirma kommen möglicherweise Mehrkosten in Millionenhöhe zu. „Es ist eine bestimmte Summe einbehalten worden, jetzt fließt nichts mehr“, sagt Cornelia Mitschka. Zunächst spricht sie von Gutachten und Gegengutachten. Möglich ist auch, dass die Angelegenheit vor Gericht landet. „Es muss eine Einigung her“, sagt Steffen Streu, Sprecher des Brandenburger Infrastrukturministeriums.

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