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Unfall in Polen : US-Transporter verliert Granaten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nach Unfall in Polen fiel Munition auf die Straße. Funken sprühten laut Zeugen

Soldaten einer US-Panzerbrigade, die erst seit gut einer Woche in der an Brandenburg grenzenden Wojewodschaft Lebuser Land stationiert sind, sorgten am vergangenen Wochenende für einen Zwischenfall.

Auf einer Straße in der Nähe von Zielona Góra kam in der Nacht zu Sonntag ein Transportfahrzeug von der Fahrbahn ab und fuhr in einen Graben. Das Auto gehörte zu einer größeren Kolonne. „Plötzlich gab es einen Knall und vor uns sprühten lauter Funken.“ Das berichtete ein Ehepaar, das an einer Kreuzung mit seinem Pkw zwischen die Militärkolonne geraten war, der Zeitung „Gazeta Lubuska“. Wie sich herausstellte, waren von dem verunglückten Fahrzeug mehrere Paletten auf die Straße gestürzt, aus denen wiederum Panzergranaten fielen. „Als einer der Soldaten uns signalisierte, dass es zu einer Explosion kommen könnte, schrie meine Frau nur noch: Schnell weiter!“, berichtet der Pkw-Fahrer. Gemeinsam mit der alarmierten polnischen Polizei und polnischen Soldaten wurde die Unfallstelle weiträumig abgeriegelt.

Auch am Sonntag kam es deshalb zu Behinderungen. Der Fahrer habe die Kontrolle über den Lkw verloren, er und sein Beifahrer seien bei dem Unfall leicht verletzt worden, teilte das polnische Verteidigungsministerium in Warschau mit. Bei der Munition, die auf die Straße gefallen sei, habe es sich um Übungsgranaten für die M1-Abrams-Kampfpanzer der US-Amerikaner gehandelt. Die Brigade, die zur Stärkung der Nato-Ostflanke und zur Abschreckung Russlands vorgesehen ist, führt derzeit bereits erste Schießübungen auf den Truppenübungsplätzen in Swietoszow südöstlich von Forst und Drawsko Pomorskie östlich von Stettin durch.

Am 14. Januar waren die Soldaten in Zagan feierlich begrüßt worden. Zuvor hatte es in Brandenburg von den Linken organisierte Proteste gegen die Stationierung gegeben. Polens Regierungschefin Beata Szydlo reagierte unterdessen betont zurückhaltend auf den Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Sie erwarte von Trump keine negativen Entscheidungen mit Blick auf Polen, sagte sie am Sonntag.

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