zur Navigation springen

Universitäten Weltweit : Uni Potsdam zählt zu den 250 Besten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Alma Mater der Landeshauptstadt taucht als einzige aus der Mark erstmals im Ranking der Londoner „Times“ auf

svz.de von
erstellt am 11.Sep.2017 | 12:00 Uhr

Die Universität Potsdam hat es erstmals in das „Times Higher Education“ (THE)-Ranking geschafft. Das ist eine Rangliste, für die alljährlich die Forschungskraft und Qualität der Lehre von mehr als 1200 Hochschulen weltweit bewertet und die 500 besten davon veröffentlicht werden.

Die Universität der brandenburgischen Landeshauptstadt wird dabei in der Platzierungsgruppe 201–250 aufgeführt, in der die einzelnen Plätze nicht mehr genau aufgeschlüsselt werden. Sie liegt damit in etwa gleichauf mit den Universitäten Hamburg, Konstanz, Kiel oder Bochum. „Das Ranking ist eine Bestätigung unserer Arbeit der vergangenen Jahre – in nahezu allen Bereichen“, sagt Universitätspräsident Oliver Günther dazu. Ganz besonders freut er sich darüber, „dass die Forschungsleistung unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler international derart anerkannt ist“.

An der Spitze der THE-Rangliste, die aufgrund ihrer Methodik nicht unumstritten ist – so spielt etwa eine besondere Rolle, wie häufig Aufsätze von Wissenschaftlern in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht und von Kollegen zitiert werden – stehen traditionell amerikanische und britische Hochschulen. Nachdem der Spitzenreiter zwölf Jahre lang aus den USA kam, liegt in diesem Jahr die britische Elite-Hochschule Oxford auf Rang eins, gefolgt vom britischen Cambridge und dem California Institute of Technology sowie der Stanford University aus den USA.

Zehn deutsche Universitäten haben es in die Top 100 des Rankings geschafft, angeführt von der Ludwig Maximilian Universität München (Platz 34), der TU München (41) und der Universität Heidelberg (45). Als beste ostdeutsche Hochschule folgt die Berliner Humboldt-Uni auf Platz 62. Auch die FU (88) und die TU Berlin (92) finden sich unter den ersten 100. Allerdings haben alle drei Berliner Unis im Vergleich zum Vorjahr einige Plätze verloren. „Deutschland zählt weiterhin zu den stärksten Bildungsnationen der Welt, doch die Universitäten des Landes geraten zunehmend unter Druck durch den Aufstieg Asiens“, meint der Leiter des THE-Rankings Phil Baty dazu.

Insgesamt werden 38 der gegenwärtig 107 deutschen Hochschulen in dem Ranking genannt. Die Potsdamer Alma Mater liegt unter ihnen auf Platz 21 und ist die einzige aus Brandenburg.

Alexander Wöll, der Präsident der Frankfurter Europa-Uni, die nicht im Ranking auftaucht, sagte: „Wir freuen uns sehr, dass die größte der Brandenburgischen Universitäten es dank der von der Landesregierung beschlossenen Aufwüchse aller Hochschulhaushalte erstmals in das THE-Ranking geschafft hat.“ Die wirtschaftliche und personelle Ausstattung der Viadrina liege aber unter dem der im Ranking berücksichtigten Universitäten. Dennoch sei für alle Hochschulen wichtig, dass die gewährten Aufwüchse nicht durch Rückgänge der Bundesmittel konterkariert würden und dass diese Aufwüchse auch über 2019 hinaus fortgesetzt würden, so Wöll.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen