Sonntagsfrage zum Wahlverhalten : Umfrage: Märkische Linke verliert stark

CDU bei Bundestagswahl vorn, bei Landtagswahl CDU und SPD fast gleichauf

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22. Juni 2017, 05:00 Uhr

Die Brandenburger CDU ist im anstehenden Bundestagswahlkampf derzeit klar die stärkste Kraft: Wären am Sonntag Bundestagswahlen, würden 35 Prozent der Brandenburger die CDU von Kanzlerin Angela Merkel wählen. Für Herausforderer Martin Schulz und seine SPD würden lediglich 24 Prozent der Märker ihre Stimme abgeben. Das geht aus einer Umfrage des Instituts „Infratest dimap“ im Auftrag des rbb-Magazins Brandenburg Aktuell hervor, die dieser Zeitung vorliegt.

Damit lägen die Sozialdemokraten im Land Brandenburg klar im Bundestrend, die CDU bliebe wie bei der letzten Wahl dahinter zurück – bundesweite Umfragen sehen die Christdemokraten derzeit bei etwa 40 Prozent, die Sozialdemokraten bei 24 Prozent und damit leicht verlieren (2013: 26,6 Prozent).

Der rbb-Umfrage zufolge würde die Linke mit 15 Prozent deutlich schlechter abschneiden als bei der letzten Bundestagswahl, 2013 waren es noch 22,4 Prozent. Deutlich zulegen würde die AfD, die damals bundesweit an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Sie käme laut Umfrage in der Mark auf 15 Prozent.

De Grünen kämen auf fünf Prozent, während Brandenburgs FDP vom Bundestrend nicht profitieren könnte: Während Umfragen die Liberalen im Bund bei zehn Prozent sehen, kämen sie im Land nur auf drei Prozent.

Bei einer Landtagswahl würde die SPD zwar weiter vorn liegen, jedoch käme sie mit 28 Prozent auf den schlechtesten Wert seit 2004. Die CDU erhielte 25 Prozent, damit lägen die beiden großen Parteien fast gleichauf – was auch mit der Kampagne gegen die umstrittene Kreisgebietsreform zusammenhängen dürfte. Die AfD käme bei einer Landtagswahl auf 15 Prozent, die Grünen auf sechs – im Unterschied zu anderen ostdeutschen Landtagen wären sie weiter im Potsdamer Stadtschloss vertreten. Rein rechnerisch wäre das Regierungslager aus SPD und Linken damit genauso stark wie die drei Oppositionsparteien CDU, AfD und Bündnis90/Grüne. Die FDP wäre mit drei Prozent nicht im Landtag vertreten.  

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