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Bahnhof unter BER-Flughafen : Tunnel als Bremsfaktor

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Noch keine Lösung beim Brandschutz für Bahnhof unter BER-Terminal

von
erstellt am 03.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Der Bahnhof unter dem Terminal des Großflughafens BER droht zum großen Bremsfaktor bei der Eröffnung des Pannenflughafens zu werden. Das wurde gestern während der Sitzung des Sonderausschusses BER des Potsdamer Landtags deutlich. Um bei den entscheidenden 5. und 6. Nachträgen zur Baugenehmigung voranzukommen, müssten weitere Szenarien zur Entrauchung des Terminals seitens der Flughafengesellschaft vorgelegt werden.

Drei dieser Szenarien betreffen den Übergang vom Abfertigungsgebäude in den unterirdischen Bahnhof – dort muss sichergestellt werden, dass es im Fall eines Brandes im Terminal nicht zur Verrauchung des Bahnhofs kommt, und umgekehrt. „Da fordert die Bahn Nachweise, dass alles gefahrlos geht“, sagte der Flughafenkoordinator der Landesregierung, Staatssekretär Rainer Bretschneider (SPD). Flughafenchef Karsten Mühlenfeld räumte ein Versagen ein: „Das hätte man schon vor einem Jahr festziehen und dokumentieren müssen.“ So wackelt der vorgesehene Eröffnungstermin Ende 2017 nun offenbar gewaltig. Mühlenfeld: „Es besteht noch eine Chance, Ende 2017 fertig zu werden – aber es besteht eine Menge Risiko.“

Diskutiert wurde auch über den Neubau des Regierungsflughafens. Hier sorgte der SPD-Landtagsabgeordnete Helmut Barthel für Aufsehen: „Ich sage mal ungeschützt: Ich würde den Regierungsflughafen in Tegel halten.“ Dazu Bretschneider: „Die Bundesregierung und der Berliner Senat haben deutlich gemacht, dass sie für Tegel keine Perspektive sehen, und damit stellt sich diese Frage nicht.“

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