Wetter Brandenburg : Tückische Eisschicht am Morgen behindert Verkehr

Spiegelglatt war es gestern auch auf der A10 im Bereich Dreieck Potsdam, wo diese Fahrzeuge im Graben landeten.
Spiegelglatt war es gestern auch auf der A10 im Bereich Dreieck Potsdam, wo diese Fahrzeuge im Graben landeten.

Der Westen Brandenburgs am stärksten von spiegelglatten Fahrbahnen betroffen. Gefahr noch nicht vorbei.

svz.de von
05. März 2018, 20:45 Uhr

Tagelanger Frost und kurzzeitig steigende Temperaturen haben vor allem im Westen Brandenburgs zu Beginn des Berufsverkehrs zu gefährlichem Glatteis geführt. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger mussten gestern Morgen besonders aufpassen. „Die Gefahr ist noch nicht gebannt, sagte der Meteorologe vom Dienst beim Deutschen Wetterdienst in Potsdam.

In der Nacht würden Regen und teilweise Schnee erwartet. Von Süden zögen weitere Schneeschauer heran. „Wir rechnen mit einer Schneedecke von einem bis zu 5 Zentimeter am Mittwochmorgen“, sagte er. Vielerorts könne es darunter weiter gefährlich glatt sein, denn die Böden seien noch mindestens bis zu 20 Zentimeter tief gefroren.

Allein im Westteil des Landes musste die Polizei von Mitternacht bis zum gestrigen Mittag zu rund 70 witterungsbedingten Unfällen gerufen werden. Es sei meist glimpflich mit Blechschäden ausgegangen, sagte ein Sprecher. Gut beraten seien die Autofahrer gewesen, die Fahrweise und Geschwindigkeit den Bedingungen angepasst hatten.

Im Berufsverkehr staute sich die Blechlawine auf der spiegelglatten A10 beim Dreieck Potsdam auf mehrere Kilometer. Für zwei Autofahrer endete die Fahrt auf dem Dach im Straßengraben.

In Werder (Potsdam-Mittelmark) mussten Autofahrer beispielsweise vor Fahrtantritt erst eine dicke Eisschicht von den Autoscheiben kratzen. Vor allem in den Nebenstraßen der Havelstadt war es gefährlich glatt, auf den Hauptstraßen war zumeist gestreut.

Territorial war die Wetterlage unterschiedlich. Der Norden, Osten und Süden blieben von wetterbedingten Unfällen nahezu verschont. Die Autofahrer fuhren hier in der Regel vorschriftsmäßig, sagte Toralf Reinhardt, Sprecher der Polizeidirektion Nord.

Ein Toter war gestern Morgen gegen 5.30 Uhr nach einem Unfall auf der Bundesstraße 96 zwischen Dannenwalde und Gramzow (Oberhavel) zu beklagen. Ein 64-Jähriger Autofahrer starb, weil er – obwohl an dieser Stelle verboten – überholen wollte. Auf der Gegenfahrbahn stieß er frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Der Fahrer dieses Autos wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Die B 96 wurde für mehrere Stunden voll gesperrt und der Verkehr deshalb umgeleitet. Die Fahrbahn war zum Unfallzeitpunkt nicht glatt, wie Polizeisprecher Reinhardt mitteilte. Zur Rekonstruktion des Unfalls wurde ein externer Gutachter eingesetzt.

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