Toleranz Monat für Monat

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11. Dezember 2010, 01:57 Uhr

Potsdam | Die Brandenburger können im kommenden Jahr jeden Tag etwas für mehr Toleranz tun: mit einem Kalender gegen Rechtsextremismus. Bildungs- und Sportminister Holger Rupprecht (SPD) stellte den Kalender der besonderen Art gestern anlässlich der Frauenfußball-Weltmeisterschaft vor, die nächstes Jahr in Deutschland stattfindet, vor. Der Wandkalender für 2011 soll das Leid durch Rechtsextremismus und Gewaltherrschaft erinnert werden, sagte Rupprecht. Der Kalender listet historische Ereignisse wie zum Beispiel die Wannseekonferenz im Jahr 1942 oder die Ausschreitungen gegen ein Rostocker Asylbewerberheim 1992 auf und verbindet sie mit meist freudigen Ereignissen aus dem Frauenfußball. "Es ist ein Kalender der besonderen Art", sagte Rupprecht in Potsdam. Die "gelungene Zusammenfassung" verbinde Mahnung an vergangenes Leid und sportlichen Einsatz für Toleranz. Der farbig bebilderte, kostenlose Wandkalender soll in Sportvereinen verteilt werden. Schulen und Familien können ihn zudem kostenlos bei der Geschäftsstelle des Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit bestellen. Ein Zusammenschluss von Sportvereinen, Kirchen und Gewerkschaften ist Initiator des Kalender-Projekts. Auch eine Spielerin des Frauenfußball-Vereins FFC Turbine Potsdam war bei der Präsentation gestern dabei.

Rupprecht hob die "erfreuliche Entwicklung" in Brandenburg beim Kampf gegen den Rechtsextremismus hervor. Bei Übergriffen mit rechtsextremistischem Hintergrund sei ein Rückgang zu verzeichnen. "Das alles kann uns nicht beruhigen." Mann könne sich nicht nicht zurücklehnen, denn es gebe die Rechtsextremisten immer noch.

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