Eisenhüttenstadt : Terrorverdacht bleibt bestehen

Die Ermittlungen nach der Festnahme eines 27-Jährigen dauern an.

Die Ermittlungen nach der Festnahme eines 27-Jährigen dauern an.

Ein 27-Jähriger sitzt mittlerweile hinter Schloss und Riegel. Ermittler überprüfen Kommunikationswege der Terrorverdächtigen von Eisenhüttenstadt

svz.de von
22. August 2016, 21:00 Uhr

Im Fall der beiden Terrorverdächtigen von Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) nehmen die Ermittler nach eigenen Angaben sämtliche Kommunikationsverbindungen der Männer unter die Lupe. Bislang seien nur auffällige Chats im Messengerdienst „Whatsapp“ entdeckt worden, in den sich die 27 und 30 Jahre alten Männer über „mögliche Ziele und Methoden von Anschlägen gegen Personen und Sachen“ austauschten, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Scherding gestern in Frankfurt (Oder).

Konkret ging es dabei um Möglichkeiten zur Beschaffung von Sprengstoff. Dabei wurde auch das Stadtfest Eisenhüttenstadt als möglicher Anlass erwähnt. „Nach wie vor haben wir keine konkreten Pläne oder genaue Vorbereitungen für Anschläge gefunden“, betonte Scherding.

Die Haftbefehle gegen die Terrorverdächtigen, die am Mittwoch von der Polizei festgenommen worden waren, lauten auf Verabredung des Herbeiführens eines Sprengstoffexplosion. Haftgrund bei dem 27-jährigen Islam-Konvertiten sei Verdunkelungsgefahr, erklärte der Oberstaatsanwalt. Den Haftbefehl gegen den 30-Jährigen setzte das Amtsgericht Eisenhüttenstadt unter strengen Auflagen aus. Die Vorführung beim Haftrichter dauerte am vergangenen Freitag Scherding zufolge mehrere Stunden.

Die Bürgermeisterin von Eisenhüttenstadt, Dagmar Püschel (Linke), dankte den Behörden für ihr schnelles Eingreifen. „Von Polizei bis hin zur Staatsanwaltschaft haben alle ihre Arbeit sehr gut gemacht“, sagte sie. Dies wäre ohne die Beobachtungen aufmerksamer Bürger nicht möglich gewesen, die sich gleich an die Behörden gewandt hätten. „Das Stadtfest findet am Wochenende statt“, unterstrich Püschel.

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