Landwirtschaftsausstellung : Tausende Besucher bei Brala-Eröffnung

Schäfersohn Fritz Kolecki zeigt in Paaren/Glien Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar woidke (SPD) auf der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (BraLa) ein Jakobschaf.
2 von 2
Schäfersohn Fritz Kolecki zeigt in Paaren/Glien Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar woidke (SPD) auf der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (BraLa) ein Jakobschaf.

Protest gegen Massentierhaltung bei Brandenburgs Landwirtschaftsausstellung

23-11368464_23-66107970_1416392388.JPG von
06. Mai 2016, 05:00 Uhr

Mit großem Besucherandrang ist gestern die 26. Brandenburger Landwirtschaftsausstellung (BraLa) im havelländischen Paaren-Glien gestartet. „Das war an Himmelfahrt ein toller Auftakt und das Wetter soll die kommenden Tage bis Sonntag halten“, sagte die Chefin des Märkischen Ausstellungs- und Freizeitzentrums , Ute Lagodka. Eine kleine Gruppe der Grünen Jugend protestierte lautstark in Hühner-Kostümen gegen die Massentierhaltung.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nahm sich auf einem Rundgang die Zeit, um mit Ausstellern und Landwirten ins Gespräch zu kommen. „Die Schau ist wichtiger Treffpunkt zwischen Landwirten und Verbrauchern“, erklärte Woidke. Nichts sei erfolgversprechender für das Vertrauen in ein Produkt, als der persönliche Kontakt und die Information aus erster Hand, sagte er.

Woidke erklärte auch, dass er die aktuellen Probleme der Land- und Ernährungswirtschaft sehe. Sie befinde sich europaweit in einer der heftigsten Krisen seit Jahrzehnten. „Besonders hart trifft es gerade die Milchbauern, die ihre Milch bis zu 35 Prozent unter dem Herstellungspreis verkaufen.“

Auch die Diskussion über Tierhaltungs-Bedingungen sei nicht spurlos an der Branche vorübergegangen. „Ich kann den Unmut unserer Bauern über den unterschwelligen Generalverdacht nachfühlen, der sich zeitweilig breit gemacht hat. Das ist schlecht, weil es Zweifel an der Professionalität und Qualität eines ganzen Berufsstandes schürt“, sagte Woidke.

Auch wenn der Landtag das Volksbegehren zur Massentierhaltung angenommen habe, seien nicht alle Forderungen erfüllt, betonte die Grüne Jugend. „Tierschutzverbände verfügen immer noch nicht über ein Klagerecht gegen neue Mastställe. So kann weiter hinter verschlossenen Türen über Massentierhaltung entschieden werden“, betonte Sprecher Martin Wandrey. Ein kritischer Diskurs auf der Brala sei unmöglich gewesen: Die Polizei habe den Protest beendet und die Personalien der Beteiligten aufgenommen.

Noch bis zum Sonntag ist die Brala geöffnet. Mehr als 700 Aussteller sind mit von der Partie. Im vergangenen Jahr besuchten knapp 40 000 Interessierte die Schau.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen