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Tag der deutschen Einheit : Tausende am Brandenburger Tor: Berlin feiert Einheitsfest

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Viele pilgern zur Festmeile am Brandenburger Tor. Bratwurstessen, Erinnern an den ersten Tag der Einheit vor 25 Jahren oder Freunde treffen - der Feiertag in Berlin hat viele Facetten. In Frankfurt am Main würdigt Bundespräsident Gauck die DDR-Bürgerrechtler.

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erstellt am 03.Okt.2015 | 12:28 Uhr

Tausende feiern in Berlin den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit. Zur Festmeile am Brandenburger Tor strömten seit dem Samstagvormittag viele Berliner und Massen von Touristen. Bei Sonnenschein und blauem Himmel schlenderten sie an Imbissbuden vorbei, versammelten sich an der großen Bühne an Berlins Wahrzeichen oder sahen aus einer Riesenrad-Gondel Berlin von oben.

Bei dem „Festival der Einheit“ sollten am Abend auch die Rockband Revolverheld und die Sängerin Lena auftreten. Nur wenige hundert Meter weiter standen viele Besucher auf dem Platz der Republik am Reichstag an den Absperrungen für die Jubiläumsfeier am Abend.

Geplant waren eine Rede von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sowie ein Feuerwerk. Auf der Wiese vor dem Reichstag saßen viele Menschen.

Bei der zentralen Einheitsfeier in Frankfurt am Main würdigte Bundespräsident Joachim Gauck die Leistungen der Bürgerrechtsbewegung in der DDR auf dem Weg zur deutschen Wiedervereinigung. Mit ihrem Aufbegehren von 1989 hätten die Ostdeutschen den Westdeutschen ein großes Geschenk gemacht. „Die friedliche Revolution zeigt: Wir Deutschen können Freiheit.“ Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte: „Es ist wunderschön, dass wir heute den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit feiern können.“ Die zentrale Feier am Tag der Deutschen Einheit wird immer von dem Land ausgerichtet, das aktuell den Bundesratspräsidenten stellt.

Berlin wird in Frankfurt von Innensenator Frank Henkel (CDU) repräsentiert. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist anlässlich der 20-jährigen Städtepartnerschaft in Prag.

Müller hatte vorab erklärt, Berlin habe allen Grund zur Freude. Der Fall der Mauer und die Vereinigung der Stadt hätten die positive Entwicklung im letzten Vierteljahrhundert ermöglicht. Berlin sei zusammengewachsen. Jetzt stehe die Aufgabe, Flüchtlingen Obdach, Sicherheit und Existenz zu garantieren. Berlin sei bereit, anderen etwas von dem zu geben, was die Menschen dort selbst an Glück und Solidarität erfahren haben.

In Berlin luden auch sieben Landesvertretungen zu einem Tag der offenen Tür. Im Deutschen Historischen Museum wurde ein Museumsfest gefeiert. Die Polizei sprach von einer absolut friedlichen Stimmung in der Stadt.

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