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Warnung vor Sturm : Sturmtief rast auf Brandenburg zu

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Meteorologen erwarten morgen Orkanböen mit Spitzenwerten

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Drei Wochen nach dem Sturmtief „Xavier“ zieht ein neuer Orkan in Richtung Brandenburg und Berlin. Insbesondere im Süden Brandenburgs könnte es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) orkanartige Böen geben. Meteorologen erwarten am Sonntag Windspitzen bis zu 130 Kilometer pro Stunde.

Der Sturm steuert aus Skandinavien über die Ostsee in Richtung Brandenburg. „Zu erwarten ist, dass das Tief in der Nacht zum Sonntag auf uns übergreift“, sagt Meteorologe Hans-Joachim Knußmann. Der Höhepunkt des Unwetters am Sonntagvormittag lasse laut Knußmann Orkanböen und Windspitzen der Stärken 10 bis 12 erwarten. Genau die Werte erreichte das Sturmtief „Xavier“, bei dem in Brandenburg am 5. Oktober vier Menschen ums Leben kamen. Vor allem im Norden der Bundesrepublik kam fast der gesamte Nahverkehr zum Erliegen. Die Flughäfen in Schönefeld und Berlin-Tegel mussten zeitweise geschlossen werden. Laut einer Bilanz des Umweltministeriums entstand in den Wäldern ein Schaden von fast 50 Millionen Euro. Rund zwei Millionen Bäume wurden umgeworfen.

Nach Angaben des Ministeriums gebe es eine jährliche Unterstützung von rund sechs Millionen Euro für die rund 100  000 Besitzer von Privatwäldern. Derzeit seien viele Waldbesitzer nach wie vor mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Besonders betroffen seien die Regionen Prignitz und Ostprignitz sowie die Landkreise Havelland und Potsdam-Mittelmark. Der nächste Antragstermin für die Fördermittel ist der 15. Februar 2018.

Angesprochen auf die aktuelle Sturmwarnung hieß es aus dem Innenministerium in Potsdam, dass man dort auf die Experten des Deutschen Wetterdienstes vertraue. „Bis Sonntag kann sich die Lage erfahrungsgemäß auch noch ändern“, erklärte der stellvertretende Pressesprecher Andreas Carl. Dennoch empfahl er den Bewohnern des Landes, sich über die aktuelle Entwicklung der Wetterlage in den Medien zu informieren.

Die extremen Wetterlagen in Brandenburg erklärte Meteorologe Knußmann mit der Klimaerwärmung. Allein im vergangenen Monat lag die Temperatur in Brandenburg um 1 bis 1,2 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Wegen der höheren Temperaturen werde mehr Feuchtigkeit und damit Energie aufgenommen. Er rechnet noch in diesem Jahr daher mit weiteren Turbulenzen.
 

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