Bahnverkehr : Stadtrand fühlt sich abgehängt

Da geht nichts mehr: Pendeln in den Nahverkehrszügen ist eine Zumutung.
Da geht nichts mehr: Pendeln in den Nahverkehrszügen ist eine Zumutung.

Verband legt Pläne zum Ausbau des Nahverkehrs für das Berliner Umfeld und andere Bereiche Brandenburgs vor

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04. Dezember 2019, 05:00 Uhr

Die Anwohner am Stadtrand und im Umland sind genervt. Auf dem Weg zur Arbeit stehen sie häufig stundenlang im Stau. Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer hat detaillierte Lösungsvorschläge ausgearbeitet.

Der RE 6 nach Neuruppin muss durch einen Wiederaufbau der Strecke Hennigsdorf-Gesundbrunnen verstärkt werden, heißt es in dem 10-Punkte-Papier des Verbandes. Davon würden auch Kremmen, Velten und Hennigsdorf profitieren. „Für den Abschnitt Berlin-Schönholz – Velten werden bereits Fahrplankonzepte erstellt und eine Betriebssimulation als Bestandteil der Grundlagenermittlung erarbeitet.“ Dieser Untersuchungsschritt wird voraussichtlich bis Ende 2019 abgeschlossen. Für den Abschnitt Velten – Neuruppin liege bereits eine Vorplanung vor.

Der RE 1 (Brandenburg/Havel-Berlin-Frankfurt/Oder) braucht kurzfristig Zusatzhalte in Götz und Groß Kreutz, um den P&R-Standort Werder zu entlasten. Notwendig sei neben der geplanten Taktverdichtung ein Konzept zum Einsatz längerer Züge, die an den Bahnhöfen halten, die bereits über lange Bahnsteige verfügen. Die Verlängerung weiterer Bahnsteige ist zu forcieren. Dazu sagt der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg: Ab 2022 werde zwischen Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) der Takt in der Hauptverkehrszeit auf drei statt zwei Fahrten pro Stunde verdichtet.

Es werden sechsteilige Neufahrzeuge vom Typ Desiro HC eingesetzt, die 37 Sitzplätze mehr haben. Zwischen Berlin und Eisenhüttenstadt werden für die Bahnsteigverlängerung nach Abschluss der Finanzierungsvereinbarung kurzfristig mit den konkreten Planungen begonnen.

Erfahrungen aus anderen Metropolen zeigen: Je einfacher das Tarifsystem ist, desto mehr Pendler steigen auf Bahn und Bus um. Der VDGN fordert deshalb den Ein-Euro-Tarif. Künftig soll es möglich sein, im Tarifgebiet Berlin-Brandenburg, unabhängig von der Streckenlänge, für einen Euro von A nach B zu kommen.

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