Kandidaten : SPD-Konkurrenz für Olaf Scholz

Bundesfinanzminister Olaf Scholz erwartet in der SPD eine harte Kandidatenkür für das Bundestagsmandat.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz erwartet in der SPD eine harte Kandidatenkür für das Bundestagsmandat.

Drei weitere Kandidaten wollen bei der Bundestagswahl für die Sozialdemokraten in Potsdam antreten

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16. Juni 2020, 05:00 Uhr

SPD-Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat für seine geplante Kandidatur zur Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Potsdam Konkurrenz aus der eigenen Partei. Auch Alexander Lamprecht, Friederike Linke und Justus von der Werth wollen kandidieren, zeigt ein Schreiben der Potsdamer SPD.

Der Vizekanzler und frühere Hamburger Bürgermeister Scholz will sich dafür engagieren, dass die SPD mit kluger Politik zu neuer Stärke finde, wie er in seiner Bewerbung schreibt. Er setzt darin auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Ausgleich ökonomischer und ökologischer Interessen. Scholz wohnt mit seiner Frau - Brandenburgs SPD-Bildungsministerin Britta Ernst - in Potsdam. Er gilt als möglicher Anwärter für die Kanzlerkandidatur seiner Partei. Scholz war schon mehrere Jahre Bundestagsabgeordneter. Er holte 1998, 2002, 2005 und 2009 für den Wahlkreis Hamburg-Altona das Direktmandat.

Der Potsdamer Gastronom Justus von der Werth will nach eigener Darstellung den Eindruck zerstreuen, mit der Bewerbung von Scholz wäre kein demokratischer Prozess mehr nötig. Friederike Linke aus Kleinmachnow, die an der Universität Potsdam arbeitet, hält laut Bewerbung „trotz überraschender Entwicklungen“ an ihrer Kandidatur fest. Alexander Lamprecht hatte sich 2014 im Wahlkreis Havelland II für den Landtag beworben, unterlag aber Barbara Richstein (CDU).

Laura Adebahr, die ihre Kandidatur im Januar erklärt hatte, zog sie zurück.

Im Wahlkreis Potsdam holte Brandenburgs heutige Wissenschaftsministerin Manja Schüle für die SPD 2017 das einzige Direktmandat in den ostdeutschen Ländern. Schüle erhielt bei der vorherigen Bundestagswahl 26,1 Prozent der Erststimmen, gefolgt von der CDU-Politikerin Saskia Ludwig mit 24,9 Prozent. Dort traten damals auch die heutige Grünen-Chefin Annalena Baerbock und die heutige FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg an.

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