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Spargelsaison beginnt : Spargelbauern erwarten gute Ernte

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Erste Stangen am Wochenende zu kaufen. Bauern reagieren auf Mindestlohn

svz.de von
erstellt am 02.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Am Wochenende beginnt in Brandenburg die diesjährige Spargelsaison. Nach der enttäuschenden Ernte im vergangenen Jahr erwarten die Spargelbauern in diesem Jahr einen steigenden Absatz.

Regional beginnt die Spargelsaison allerdings unterschiedlich. Während in der Region um Beelitz (Potsdam-Mittelmark) gestern die ersten Stangen gestochen wurden, beginnt die Ernte in anderen Teilen des Landes erst in ein oder zwei Wochen. „Das hängt sehr stark mit dem Wetter zusammen“, erklärt Jürgen Jakobs, Vorsitzender der Fachgruppe Spargel im Berlin-Brandenburger Gartenbauverband. Beispielsweise sei Westdeutschland, das sonst bei der Ernte immer zwei Wochen voraus sei, diesmal zwei bis drei Tage später dran als Brandenburg. „Das Wetter war hier im März einfach besser“, erklärt er den Vorsprung.

Auch in Kremmen (Oberhavel) wurde gestern der erste Spargel geerntet. „Die Pflanzen haben sich im vergangenen Herbst gut erholen können“, hat Malte Voigts, Geschäftsführer des Spargelhofs Kremmen beobachtet. „Wir erwarten eine gute Ernte.“

In Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) wird der Spargel etwas später gestochen: Anfang kommender Woche sei es so weit, sagt Eckard Kuhl, Geschäftsführer der Spargelbau GmbH Sallgast und der Spreewälder Spargelbau GmbH. Ein Grund dafür seien die lehmigeren Böden in Südostbrandenburg. Zudem sei der Spargel etwas tiefer gepflanzt als etwa in Beelitz.

Die Stangen zum Erntestart werden zwischen zehn und 15 Euro pro Kilogramm kosten. Diese Preise sinken erfahrungsgemäß mit wachsender Erntemenge und werden sich zwischen fünf und zehn Euro einpegeln.

Insgesamt genießt Spargel in Brandenburg ein gleichbleibend kauffreudiges Publikum. 2015 machte aber das schlechte Frühlingswetter dem Absatz einen Strich durch die Rechnung. Mit 15 900 Tonnen fuhren die Landwirte die schlechteste Ernte seit Jahren ein. Die Anbaufläche im Land beträgt 2860 Hektar, der Ertrag pro Hektar knapp 54 Dezitonnen.

Auch der Mindestlohn hat den Spargelbauern nach eigenen Angaben Einbußen beschert. Nach Angaben von Voigts reagieren sie darauf mit leicht erhöhten Preisen, weiterer Mechanisierung der Produktion sowie mit Einsparungen bei der Zahl der Saisonarbeiter.

 

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