Musik : Sommerkonzerte über Grenze hinweg

Das Jubiläumskonzert erklingt in der Potsdamer Nikolaikirche
Das Jubiläumskonzert erklingt in der Potsdamer Nikolaikirche

Die landesweite Veranstaltungsreihe blickt auf 30-jähriges Bestehen zurück

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07. März 2020, 05:00 Uhr

30-jähriges Jubiläum feiern 2020 die „Brandenburgischen Sommerkonzerte“. 1990 von Werner Martin begründet, widmen sie sich in diesem Jahr dem 250. Geburtstag des Komponisten Ludwig van Beethoven. Die selten gespielte C-Dur-Messe kommt während der Konzertreihe ebenso zur Aufführung wie eine konzertante Version seiner einzigen Oper „Fidelio“. Extra für die „Sommerkonzerte“ hat der für seine Luther- und Fontanefiguren bekannte Konzeptkünstler Ottmar Hörl eigene Beethoven-Figuren hergestellt, die beim Jubiläumskonzert am 5. Juli in Potsdam erworben werden können.

Vom 13. Juni bis 12. September erklingen 28 Konzerte im Rahmen des Festivals statt. „Wir sind das einzige flächendeckende Klassikfestival für Brandenburg und die Hauptstadtregion“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Brandenburger Sommerkonzerte, Heilwalt Georg Kröner, am Freitag bei der Präsentation des Programms in der Landesvertretung in Berlin.

Konzerte gibt es etwa in Lenzen in der Prignitz, wo am 8. August ein Orgelkonzert als Abschluss einer Orgelreise zu vier Instrumenten der Umgebung stattfindet, oder in Wittstock, wo am 24.  Juni die Mandolinistin Avi Avital und die Kammerakademie Potsdam Werke von Haydn, Bach und Mozart aufführen. In der Uckermark sind die Sommerkonzerte zu Gast in Lychen, wo Tobias Feldmann und Boris Kusnezow am 11. Juli in der Kirche St. Johannis Beethovens Frühlingssonate präsentieren und in Annenwalde, wo das Ensemble „Bauer, Vogt & Dame“ in der Dorfkirche Musik von der Seidenstraße präsentieren wird.

Das Jubiläum wird in Potsdam gefeiert. In der Nikolaikirche gegenüber vom Landtag gibt es am 5. Juli ein Konzert des Philharmonischen Orchesters des Staatstheaters Cottbus unter der Leitung von Generalmusikdirektor Alexander Merzyn. Es erklingt Musik der polnischen Komponisten Karol Szymanowski, Frederik Chopin und Witold Lutoslawski.

Das diesjährige Partnerland der Sommerkonzerte ist Polen. Was dazu führt, dass es erstmals in der Historie der Konzerte – und möglicherweise erstmals in der Musikgeschichte Brandenburgs – ein grenzüberschreitendes Wandelkonzert gibt: Am 14. Juni beginnt die Polnische Kammerphilharmomie Sopot ihr Konzert am Nachmittag in der Klosterkirche Guben und beendet es abends auf Gubins Theaterinsel. Zuhörer und Musiker überqueren dazwischen die Neiße, die Deutschland von Polen trennt.

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