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Potsdam/Prignitz : So gut sind die Kliniken im Land

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Krankenhausspiegel seit drei Monaten am Start Betreiber zieht Fazit und kündigt Änderungen an

von
erstellt am 04.Okt.2017 | 05:00 Uhr

36 Klinken an 44 Standorten machen beim Krankenhausspiegel Brandenburg mit. Sie legen ihre medizinische Qualität zu 16 ausgewählten Behandlungsgebieten vor. Diese sind für Interessierte im Internet frei zugänglich. „Der Spiegel wird gut angenommen“, sagt Jens-Uwe Schreck, Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg e. V., die den Spiegel betreibt.

„In ihrer Außendarstellung erzielen die teilnehmenden Kliniken eine deutliche Wahrnehmung“, so Schreck. Das sei ein Ziel und Wunsch der Krankenhäuser gewesen. Sie hätten den Impuls für den Spiegel gegeben, der seit Ende Juni online ist.

Schreck räumt ein, dass noch viel Arbeit vor ihnen liege. Nicht alles sei optimal dargestellt. „Deshalb werden wir den Spiegel weiter entwickeln.“ Er soll für Patienten lesbarer und verständlicher werden. Dazu wurde eine Steuerungsgruppe mit Vertretern aus teilnehmenden Kliniken gebildet. Sie trifft sich in der kommenden Woche erstmals. Ein weiteres Ziel ist die verbesserte Darstellung auf mobilen Geräten wie dem Smartphone. Beides soll gelingen, bis die neuen Daten der Kliniken im Juni 2018 online gehen. Im Jahresrhythmus werden sie fortlaufend aktualisiert.

Die KMG-Kliniken sind in der Arbeitsgruppe vertreten. Ihr Vorstandsvorsitzender Stefan Eschmann bestätigt den Überarbeitungsbedarf. Trotz dieser anfänglichen Schwierigkeiten habe der Gesundheitskonzern entschieden, mit seinen brandenburgischen Häusern am Spiegel teilzunehmen. Das Kreiskrankenhaus Perleberg hingegen hat sich für Abwarten entschieden. Aus Sicht des Geschäftsführers Karsten Krüger seien die dargestellten Ergebnisse schwer miteinander vergleichbar.

Gezielte Werbung für eine Teilnahme am Spiegel will Jens-Uwe Schreck nicht machen. „Auf Bundesebene gibt es eine breite Vielfalt an Infomaterial, es gibt Portale und eine Reihe von gesetzlich vorgeschriebenen Angaben wie dem Qualitätsbericht, die die Kliniken veröffentlichen müssen“, so Schreck. All das koste Zeit.

„Rund 40 Prozent der Arbeitszeit werden im medizinischen und im pflegerischen Bereich für Dokumentationen benötigt“, sagt Schreck. Daher müsse jede Klinik für sich entscheiden, woran sie sich noch zusätzlich beteiligt. Der Krankenhausspiegel sei ein Angebot. Diesen gibt es auch in den Bundesländern Bremen, Hamburg, Hannover und Thüringen. Einen Vergleich mit diesen hält Jens-Uwe Schreck für verfrüht, aber man werde Erfahrungen austauschen.

 

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