Bildungssystem : Senftleben will Schulen stärken

Die CDU will gemeinsames wohnortnahes Lernen und starke Oberschulen.
Die CDU will gemeinsames wohnortnahes Lernen und starke Oberschulen.

Runder Tisch soll 2019 Grundlagen für langfristige Bildungsentwicklung erörtern

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20. November 2018, 05:00 Uhr

Brandenburgs CDU will die Bildungspolitik im Land auf den Prüfstand stellen. Dazu sollte nach der Landtagswahl 2019 eine Bildungskommission einberufen werden, forderte Landesvorsitzender Ingo Senftleben in einem Grußwort auf der Landesdelegiertenkonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Potsdam. Unter Beteiligung von Landtag, Landesregierung, Schulträgern, Verbänden und Gewerkschaften könnte am runden Tisch quer über ideologische Gräben eine Verständigung zu einem verlässlichen Schulsystem erreicht werden, das für das nächste Jahrzehnt und vielleicht sogar für das übernächste trägt, so Senftleben.

Für den CDU-Politiker besuchen zu viele Kinder die Gymnasien, zum Teil um dem Bildungsnotstand an anderen Schulen zu entfliehen. „Umso mehr Schüler aufs Gymnasium gehen, desto weniger kann das Gymnasium ein Gymnasium bleiben“ – so der CDU-Chef. Als Konsequenz müsse die Oberschule gestärkt werden und der spätere Übergang zum Gymnasium erleichtert, der jetzt eher auf dem Papier stehe denn genutzt werde. Erst wenn Brandenburger Schüler und Eltern wissen, dass jede Schule die Tür zum Abitur öffnet, erst dann könne die Alternative zum Gymnasium ein Erfolg werden.

Gemeinsames Lernen

Außerdem plädierte Senftleben für gemeinsames Lernen. Gute Schulpolitik mache es möglich, dass Zwölfjährige mit ihren Freunden zusammenbleiben und nicht auf verschiedene Schulformen verteilt werden – Bildung vom Kindergarten bis zum Schulabschluss in Wohnortnähe, lauten die Vorstellungen des Christdemokraten.

Die Bildungspolitik soll im nächsten Jahr einen Schwerpunkt im Wahlprogramm der CDU ausmachen. Senftleben unterstrich, dass es sein Ziel sei, nach der Landtagswahl Ministerpräsident zu werden und die Bildungskommission umzusetzen.

Günter Fuchs, Brandenburger Landesvorsitzender der GEW, bescheinigte Senftleben, dass sich dessen Partei in Bildungsfragen bewege und einiges aufgreife, was der Gewerkschaft wichtig ist. Der Versuch am runden Tisch stabile, attraktive Strukturen zu schaffen, sei ein wichtiger Schritt.

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