Brandenburg : Seit Januar mehr als 200 Waldbrände

Entspannung könnte nur kräftiger Regen bringen – doch der ist nicht in Sicht.

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20. Juni 2019, 10:56 Uhr

Im Land Brandenburg hat es in diesem Jahr bereits mehr als 200 Mal in Wäldern gebrannt. Auch am Mittwoch sei es im Landkreis Dahme-Spreewald zu einem Waldbrand auf einer Fläche von 1000 Quadratmeter an der Autobahn A13 bei Staakow gekommen, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, der Deutschen Presse-Agentur. Dort seien die Berliner Feuerwehr mit 50 Kräften und weitere Einsatzkräfte aus Brandenburg im Einsatz. Auch in Schulzendorf (Dahme-Spreewald) sei ein Waldbrand ausgebrochen. Dort brannten auf 3000 Quadratmetern Waldboden und Unterholz. Berliner und Brandenburger Feuerwehrleute bekämpften gemeinsam die Flammen. Hinzu kam außerdem ein Flächenbrand im Landkreis Spree-Neiße.

Die Feuer hätten in diesem Jahr landesweit bereits eine Fläche von insgesamt rund 882 Hektar erfasst, sagte Engel. „Wir haben meist nur kleine Brände, aber eine hohe Anzahl.“ Dabei seien praktisch alle Landkreise betroffen. Der Experte beschrieb die aktuelle Lage als kritisch, eine durchgreifende Besserung sei nicht in Sicht.

In den meisten der 14 Landkreise herrschte am Mittwoch eine hohe und im Landkreis Spree-Neiße eine sehr hohe Waldbrandgefahr. Nur in vier nördlichen Landkreisen, darunter auch in der Prignitz, gab es eine mittlere Gefahr.

Für die Nacht werde in Südbrandenburg Regen erwartet, sagte Engel. Dann könnte sich die Lage dort etwas entspannen. Für die kommende Woche habe der Deutsche Wetterdienst aber erneut eine Hitzewelle prognostiziert

.„Was uns im Brandenburg zur Senkung der hohen Waldbrandgefahr fehlt, ist der Regen“, meinte Engel. „Wir müssen sehen, wie wir über die Runden kommen.“

Der größte Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte in Brandenburg loderte vor einigen Tagen auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog (Teltow-Fläming). Hunderte Einsatzkräfte aus dem ganzen Land Brandenburg, darunter auch Kameraden von Prignitzer Wehren waren dort über mehrere Tage im Einsatz. Die Löscharbeiten wurden dadurch erschwert, dass ein Teil der betroffenen Flächen mit Munition belastet war.

Bei Jüterbog brannte es auch am Montag, aber laut Engel war dabei nur eine kleine Fläche nahe einem alten Kasernengelände betroffen. Der Brand sei deshalb schnell bekämpft worden.

2018, das als außergewöhnliches Waldbrandjahr gilt, waren insgesamt 512 Brände auf 1674 Hektar zusammengekommen.

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