Sicherheit rund um die Lichterbäume : Schutz für die Weihnachtsmärkte

Polizisten sichern auch in diesem Jahr in den größeren Städten Brandenburgs die Weihnachtsmärkte.
Polizisten sichern auch in diesem Jahr in den größeren Städten Brandenburgs die Weihnachtsmärkte.

Poller und bewaffnete Polizisten gehören bei den großen inzwischen dazu. Wie sehen die Sicherheitskonzepte der Polizei aus?

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26. November 2019, 05:00 Uhr

Auch drei Jahre nach dem Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt bleiben die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen auf brandenburgischen Weihnachtsmärkten bestehen. Betreiber wie Polizei wollen dafür sorgen, dass die Besucher eine friedliche Vorweihnachtszeit genießen können.

In der Landeshauptstadt Potsdam sind beispielsweise auf drei Straßen die Zufahrten zur zentralen Einkaufsmeile, der Brandenburger Straße, durch Transporter gesperrt. „Neben dem Brandenburger Tor und auf dem Luisenplatz steht außerdem ein Kühlfahrzeug, um die unkontrollierte Zufahrt zu verhindern“, sagte ein Sprecher vom Weihnachtsmarkt-Veranstalter Coex. Tagsüber werde Coex außerdem Ordner einsetzen, nachts soll eine private Sicherheitsfirma für Ordnung sorgen.

Der traditionelle Stollenanschnitt lockte am Montag viele Potsdamer und Gäste zum Weihnachtsmarkt „Blauer Lichterglanz“ in die historische Innenstadt. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) fuhr mit dem Weihnachtsmann auf einer Kutsche ein, danach wurde der fünf Meter lange und rund 50 Kilogramm schwere Stollen angeschnitten. Der „Blaue Lichterglanz“ – der größte Weihnachtsmarkt Brandenburgs – eröffnet mit seinem blauen Lichtermeer und den weihnachtlich verzierten Ständen die Adventszeit in der Innenstadt. Markantes Zeichen ist der mit blauen Herrnhuter Sternen geschmückte Weihnachtsbaum vor dem Brandenburger Tor.

In Brandenburgs zweitgrößter Stadt Cottbus werden laut Coex wie im Vorjahr Betonpoller am zentralen Altmarkt platziert. Tagsüber schützen auch hier Ordner das Gelände. In Cottbus begann gestern das weihnachtliche Markttreiben ebenfalls mit dem Anschneiden eines Weihnachtsstollens.Der über sieben Meter lange Stollen sei schon nach 25 Minuten weg gewesen, sagte ein Veranstalter.

Nach Polizeiangaben liegen aktuell zwar keine Erkenntnisse vor, aus denen sich eine terroristische Gefährdung ableiten lässt. Dennoch seien Weihnachtsmärkte grundsätzlich ein mögliches Ziel potenzieller terroristischer Straftätern, hieß es vonseiten des Polizeipräsidiums.

Daher werde die Polizei auf den Weihnachtsmärkten mit uniformierten Streifen und teils mit Maschinenpistolen ausgerüsteten Beamten im Einsatz sein, hieß es.

In Brandenburg/Havel sind die Sicherheitsvorkehrungen nach Angaben einer Stadtsprecherin sogar noch umfangreicher als im Jahr zuvor. „Es gibt vier Anfahrschutzanlagen aus Beton sowie Kameraüberwachung rund um die Uhr auf dem gesamten Markt“, erklärte sie.

Kleinere Städte wie Prenzlau (Uckermark) haben ihr Sicherheitskonzept seit dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin Ende 2016 ebenfalls angepasst. „Wir platzieren seitdem Betonpoller und Lastwagen am Eingangsbereich. Alles andere wäre finanziell schwierig“, sagte die Pressesprecherin der Kommune. In Perleberg (Prignitz) sind nach Angaben des Weihnachtsmarkt-Betreibers bestimmte Zufahrtsstraßen zum Großen Markt in der Zeit des Weihnachtsmarktes gesperrt.

Die Märkte in den großen Städten wurden gestern eröffnet, etliche kleinere Weihnachtsmärkte wie etwa in Templin (Uckermark) oder Perleberg (Prignitz), starten traditionell erst Mitte Dezember.

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