Potsdam : Schüler für das digitale Zeitalter ausstatten

Für jeden Schüler 409 Euro und 20000 Euro Grundausstattung sollen Brandenburger Schulen aus dem Digitalpakt bekommen.
Für jeden Schüler 409 Euro und 20000 Euro Grundausstattung sollen Brandenburger Schulen aus dem Digitalpakt bekommen.

Für Brandenburger Schulen stehen 168 Millionen Euro aus Digitalpakt zur Verfügung.

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24. Juli 2019, 05:00 Uhr

Brandenburger Schulen sollen für das digitale Lernen aufgerüstet werden. Dafür stehen in den kommenden fünf Jahren mit dem Digitalpakt von Bund und Ländern knapp 168 Millionen Euro zur Verfügung, wie Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) gestern in Potsdam mitteilte. Damit könnten die Schulen etwa ein eigenes Wlan aufbauen, digitale Schultafeln (Whiteboards) anschaffen oder die Schüler mit Tablets ausstatten.

„Kinder, die dieses Jahr eingeschult werden, sind voraussichtlich noch bis 2080 berufstätig“, so Britta Ernst. „Daher müssen wir den Schulen eine zukunftsfeste Ausstattung ermöglichen.“ In den kommenden Jahren sollen zudem alle Schulen an das Breitbandnetz mit schnellem Internet angeschlossen werden.

Dabei dürfe keine weitere Zeit verloren gehen, mahnte der Bildungsexperte der oppositionellen CDU-Fraktion im Landtag, Gordon Hoffmann. „Es ist gut, dass unsere Brandenburger Schulen nun endlich Anträge für die Bundesmittel aus dem Digitalpakt stellen können. Viele Schulen warten schon seit Monaten auf die Förderrichtlinie. Leider hat das Bildungsministerium damit viel Zeit vergeudet. In anderen Bundesländern liegen die Richtlinien bereits seit dem Frühjahr vor“, so der Wittenberger Landtagsabgeordnete. „Wie die Landesregierung eingestehen musste, haben derzeit 80 Prozent der Brandenburger Schulen nicht einmal einen schnellen Internetanschluss, von moderner Technik ganz zu schweigen“, so Hoffmann weiter.

Jede Schule soll für die Grundausstattung 20 000 Euro bekommen, hinzu kommen 409 Euro für jeden Schüler. Wegen der besonderen Bedeutung für die berufliche Bildung bekommen die Schüler der 25 Oberstufenzentren mit dualer Ausbildung einen höheren Fördersatz von jeweils 612 Euro. „In der Berufswelt ist die digitale Arbeit nicht mehr wegzudenken“, betonte die Bildungsministerin. „Daher wollen wir dort einen Schwerpunkt setzen.“ Insgesamt erhalten diese Schulen eine halbe Million Euro.

Die Schulen müssen nun bis September 2020 ihre Anträge auf Förderung stellen. Mit insgesamt gut acht Millionen Euro soll der größte Posten in die mehr als 40 Schulen der Landeshauptstadt Potsdam fließen.

Im September startet zudem an 54 märkischen Schulen ein Pilotprojekt mit Angeboten aus einer Schul-Cloud, die Lehrer und Schüler von jedem Ort aus mit dem PC oder einem Smartphone aus dem Internet abrufen können.

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