Schulbank statt Strandliege : Schüler büffeln in den Ferien

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Seit 2015 eine vermehrte Nachfrage nach Kursen in den Sommerferien.

svz.de von
03. August 2016, 10:00 Uhr

Immer mehr Schüler verbringen in Brandenburg die Sommerferien mit Lernen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Anbietern und Elternvertretern. „Seit 2015 verspüren wir eine vermehrte Nachfrage nach Kursen in den Sommerferien“, berichtete die Sprecherin des kommerziellen Nachhilfeanbieters Studienkreis, Friederike Ostwald.

Ein großer Teil der Standorte habe daher in diesem Jahr für Kurse in den Ferienmonaten erstmals durchgehend geöffnet. Tausende der 275  000 Schüler in Brandenburg sind neben der Schule auf Nachhilfeunterricht angewiesen. „Die Nachfrage ist seit einigen Jahren stabil auf hohem Niveau“, sagte Studienkreis-Sprecherin Ostwald. Demzufolge nähmen in Brandenburg zirka 13,5 Prozent der Schüler Nachhilfeunterricht.

Einen Trend, dass Feriennachhilfe immer häufiger von Schülern genutzt werde, kann die Sprecherin des Nachhilfeanbieters, Sabine Angelkorte, zwar nicht erkennen, sie verweist aber auf die Vorteile des Lernens in der schulfreien Zeit. „Für die Schüler ist es empfehlenswert, im Lerntraining zu bleiben“, erklärte sie. Wenn Schüler sechs Wochen lang gar nichts täten, falle es ihnen umso schwerer, im neuen Schuljahr von Anfang an hohe Leistungen zu erzielen.

Und Angelkorte sieht einen weiteren Vorteil im Ferienbüffeln: „Was man in Ruhe lernt, bleibt länger im Gedächtnis. Ohne den Druck des Schulalltags kann das Gehirn Infos tatsächlich viel besser aufnehmen.“ Das sieht auch der Sprecher des Landeselternrats, Wolgang Seelbach, so. Darum schickten Eltern ihre Kinder nicht nur zum Nachhilfeunterricht in den Ferien, sondern animierten sie auch bewusst zum eigenständigen Lernen.

Von Elternvertretern aus den Kreisen Oberhavel und Uckermark habe er erfahren, dass Nachhilfe in den Ferien oft nur deshalb stattfinde, um ein hohes Leistungsniveau halten zu können, so Seelbach. Dies sei vor allem bei ehrgeizigen Schülern aus einem sozial gefestigten Umfeld zu erkennen. Demgegenüber hätten Schüler mit Problemen in einzelnen Fächern aus Elternhäusern mit sehr geringem finanziellen Spielraum praktisch keine Möglichkeit, Nachhilfeunterricht in Anspruch zu nehmen.

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