Feuerwehrleute bei Einsatz getötet : Schröter für bundesweite Lösung

Die beiden Feuerwehrleute starben unter dem umgestürzten Einsatzfahrzeug.
Die beiden Feuerwehrleute starben unter dem umgestürzten Einsatzfahrzeug.

Innenministerkonferenz soll für mehr Sicherheit und Schutz für Feuerwehrleute sorgen – Brandenburg hält sich eigenen Weg offen

svz.de von
21. September 2017, 21:00 Uhr

Nach dem tragischen Unfalltod von zwei Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr bei einem Autobahneinsatz Anfang September will Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) das Thema der Hinterbliebenenversorgung auf der Innenministerkonferenz von Bund und Ländern diskutieren. Er habe das Thema für die nächste Sitzung im Dezember in Leipzig angemeldet, sagte Schröter heute im Innenausschuss des Potsdamer Landtags.

Bislang sind freiwillige Feuerwehrleute schlechter abgesichert als Berufsfeuerwehrleute. Unterschiedliche Regelungen gebe es auch für angestellte und verbeamtete Feuerwehrleute, so Schröter. Er werde sich dafür einsetzen, dass es möglichst bundesweit eine einheitliche Regelung gibt. Sollte dies nicht zeitnah möglich sein, werde er sich allein für Brandenburg für eine praktikable und gerechte Regelung einsetzen.

Bei dem Unfall waren zwei freiwillige Feuerwehrmänner auf der Autobahn 2 ums Leben gekommen, als sie bei einen Unfall im Einsatz waren. Ein Lastwagen war gegen das Feuerwehrauto geschleudert, die Männer gerieten unter das Fahrzeug.

Schröter würdigte die Arbeit der Helfer. „Sie begeben sich in Gefahr, um andere aus Gefahr zu befreien, zu retten.“ Bisher erhält die Witwe eines verbeamteten Feuerwehrmannes neben der Witwenrente mehr als 60 000 Euro, bei einem Angestellten oder freiwilligen Feuerwehrmann sind es deutlich weniger. Die Berechnung ist sehr komplex, da teils das Land, teils der Bund zuständig ist.

Auch die Fraktionschefs von SPD und CDU im Landtag sowie der Landesfeuerwehrverband Brandenburg hatten sich dafür ausgesprochen, ehrenamtliche Feuerwehrleute im Fall von schweren Unglücken im Einsatz möglichst genauso finanziell abzusichern wie hauptamtliche. SPD-Fraktionschef Mike Bischoff verwies darauf, dass mehr als 95 Prozent der Einsätze im Land von freiwilligen Kräften geleistet würden. Eine Versorgung solle es auch bei Berufsunfähigkeit geben, forderte er. Bischoffs CDU-Amtskollege Ingo Senftleben betonte, es sei eine Pflicht der Gesellschaft, denen im Unglücksfall zu helfen, die sonst in der Not anderen helfen.  

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