Ausstellung in Potsdam : Schau zu Häftlingsschicksalen

Historikerin Maria Schultz steht im neuen Themenraum des früheren sowjetischen Gefängnisses.
Historikerin Maria Schultz steht im neuen Themenraum des früheren sowjetischen Gefängnisses.

Gedenkstätte Leistikowstraße informiert über sowjetische Militärgefängnisse

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23. Januar 2019, 05:00 Uhr

Eine neue Ausstellung im früheren sowjetischen Militärgefängnis in Potsdam beleuchtet das weitere Schicksal deutscher Häftlinge in sowjetischen Arbeitslagern. Unter dem Titel „Verurteilt. Verschleppt. Verschwiegen“ sind ab heute auch anhand persönlicher Erinnerungsstücke die Geschichten von Männern und Frauen zu verfolgen, die in den Nachkriegsjahren etwa wegen Kriegsverbrechen, antisowjetischer Propaganda oder Spionage in dem Gefängnis inhaftiert und von einem Militärgericht zu langjähriger Lagerhaft oder zum Tod verurteilt wurden. Darunter waren viele Unschuldige, erläuterte gestern die kommissarische Leiterin der Gedenkstätte, Maria Schultz.

Insgesamt rund tausend Menschen seien von 1945 an bis zum Abzug der sowjetischen Truppen 1994 in dem Gefängnis an der Leistikowstraße inhaftiert worden, so Schultz. Anfangs auch mehrere Hundert Deutsche, von denen mehr als hundert zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Von Mitte der 1950er Jahre an wurden im Gefängnis Militärangehörige wegen Dienstvergehen oder krimineller Delikte inhaftiert.

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