Saubere Spree ist Landesaufgabe

CDU-Arbeitskreis Umwelt informierte sich an der Talsperre Spremberg über Zustand von Fluss und See

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19. August 2016, 05:00 Uhr

Der Arbeitskreis Umwelt der Brandenburger CDU-Landtagsfraktion hat sich gestern im Raum Spremberg und der Gemeinde Neuhausen/Spree (Spree-Neiße) über die ergriffenen Maßnahmen gegen die bergbaubedingte Verockerung der Spree informiert.

Bei einer Befahrung der Vorsperre der Talsperre Spremberg standen insbesondere die Beräumung des ausgeflockten und abgelagerten Eisenockers im Bereich der Vorsperre sowie die Zusammenarbeit der zuständigen Landes- und kreislichen Behörden im Mittelpunkt. Zudem gab es einen Informations- und Meinungsaustausch mit dem Bergbausanierer LMBV sowie Vertretern des Brandenburgischen Wirtschafts- und Umweltministeriums und Vertretern der Region.

Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dieter Dombrowski, machte deutlich, dass es dringend ein Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung über die 2017 auslaufende Vereinbarung hinaus geben müsse. Nur so könnten die begonnenen Maßnahmen gegen die Verockerung und die Sulfatbelastung der Gewässer auch ab 2018 fortgeführt werden. Die Länder und der Bund stünden gemeinsam in der Verantwortung.

Dombrowski forderte eine Entscheidung, wie und vor allem wo der aus den Gewässern entfernte Eisenockerschlamm schadlos deponiert werden kann. „Wir brauchen in Brandenburg endlich ein vernünftiges Deponierungskonzept. Bislang sind die Landesregierung und die Regierungsfraktionen auf diesem Auge völlig blind und fischen im trüben Wasser.“

Der CDU-Landtagsabgeordnete Raik Nowka, der den Wahlkreis vertritt, betonte, dass die Tal- und Vorsperre bei Spremberg unentbehrlich für die touristische Entwicklung der Region sind. „Die Talsperre Spremberg mit ihrer Vorsperre in Neuhausen/Spree ist eine Barriere, um die ankommende Eisenfracht zurückzuhalten“, sagte Nowka. „Das darf jedoch nicht dazu führen, dass die Talsperre aufgrund zunehmender Sedimentablagerung nicht mehr als Erholungsort genutzt werden kann. Eine ordentliche Beräumung der Vorsperre und anschließende Lagerung des Eisen-Sediment-Gemischs sind also nötig.“

Die aus dem Spreewald stammende Landtagsabgeordnete Roswitha Schier mahnte, das Biosphärenreservat Spreewald nicht durch Eisenocker zu gefährden. „Das, was an der Talsperre Spremberg und entlang der Spreezuflüsse gegen die Verockerung getan werden kann, muss auch unternommen werden, um den Spreewald zu schützen. Insbesondere die Quellbehandlung der diffusen Austrittsorte von Eisenhydroxid muss noch engagierter erfolgen. Dafür braucht es nicht nur Zeit, sondern bereits heute Geld und ein neues Folgeabkommen zwischen Bund und Ländern“, sagte Schier. Die sulfat- und eisenoxidbelasteten Grundwässer treten vor allem aus Kippenbereichen des Braunkohle- und Sanierungsbergbaus in der Brandenburger Lausitz und benachbarten sächsischen Bereichen aus.  


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