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Brandenburg

22. November 2017 | 10:30 Uhr

Rückschau: Das war die DDR

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Schallplatten, Medikamente, Gemälde – vielerorts im Land gibt es Sammlungen aus DDR-Zeiten von Alltagskultur bis Wissenschaft

Viele Blicke auf die DDR: In Brandenburg gibt es viele Sammlungen und Ausstellungen mit verschiedenen Ausrichtungen von Nostalgie bis wissenschaftlicher Aufarbeitung.

Wie wohnten DDR-Bürger und was machte ihren privaten Alltag aus? Im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt können sich Besucher ein Bild davon machen. Dort finden sie Alltagsgegenstände, von Hausrat, über Möbel und Kleidung bis zu Büchern und Schallplatten. Seit 1993 wird gesammelt, dokumentiert und geforscht. Viele der 170 000 Objekte stammen von privaten Spendern.

Am Cottbuser Altmarkt ist die originale Einrichtung einer Apotheke aus DDR-Zeiten zu sehen. In einem Raum des Brandenburgischen Apothekenmuseums sind die Möbel seit 2005 eingebaut. In Vitrinen stehen hunderte Pillenverpackungen, Säfte und Tinkturen. Und ständig kommen nach Angaben des Museums neue hinzu.

Im DDR-Museum Döberitz, einer ehemaligen Gaststätte in Döberitz (Havelland), zeigen zwei begeisterte Sammler - „Wessi“ Manfred Hüsges aus Mönchengladbach und „Ossi“ Peter Klapp aus Premnitz - seit 2014 auf 400 Quadratmetern DDR-Alltagskultur. Highlights sind neben einem nachgebauten Konsum und Schaukästen mit Spielzeug und Gebrauchsgegenständen auch aufgerüstete Trabis und Ladas.

Im Cottbuser Kunstmuseum Dieselkraftwerk sind wechselnde Ausstellungen zu Künstlern aus DDR-Zeiten wie zum Beispiel Bernhard Heisig (1925-2011) zu sehen. Das Haus beherbergt eine Sammlung aus rund 30 000 Werken - Kunst aus der DDR macht 75 Prozent des Bestands aus. Das Museum wurde 1977 gegründet.

Das Kunstarchiv Beeskow beherbergt eine der größten Kunstsammlungen in Ostdeutschland mit rund 23 000 Werken. Sie gehörten bis 1989 Parteien, Massenorganisationen und Staatsorganen und schmückten deren Räume. Das Archiv stellt die Gemälde, Grafiken, Plastiken und Fotografien anderenorts aus.

Auf dem Flugplatz in Stölln legte 1989 die ausgemusterte Maschine IL 62 der ehemaligen Interflug, der „Lufthansa der DDR“, eine spektakuläre Landung hin. In der Passagierkabine der „Lady Agnes“ befindet sich die einzige Dauerausstellung über die zivile Luftfahrt der DDR. Im Heck der IL 62 schlagen regelmäßig Herzen höher: Hier befindet sich ein Standesamt, in dem man heiraten kann.

Das Industriemuseum Brandenburg an der Havel erinnert an das Stahl- und Walzwerk der Stadt, das 1914 in Betrieb genommen wurde. Mit 2,3 Millionen Tonnen pro Jahr war es der größte Rohstahlproduzent in der DDR. Nach der Wende wurde der letzte Siemens-Martin-Öfen unter Denkmalschutz gestellt und kann gemeinsam mit Werkstätten, Fahrzeugen und Betriebsküche besichtigt werden.  

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