Wetter : Rekordhitze und Wespenalarm

Erträgliche Sommerhitze: Auf einer Luftmatratze schwimmen zwei Frauen auf dem Helenesee nahe Frankfurt (Oder).
Erträgliche Sommerhitze: Auf einer Luftmatratze schwimmen zwei Frauen auf dem Helenesee nahe Frankfurt (Oder).

Auffallend viele Notrufe nach Insektenstichen. Heute steht ein Temperatursturz bevor

svz.de von
29. August 2016, 12:35 Uhr

Bei Rekordtemperaturen von 35,1 Grad in Wusterwitz (Potsdam-Mittelmark) und 33,7 Grad am südlichen Berliner Stadtrand hat die Region einen Hitze-Sonntag erlebt. Die meisten freuten sich über viel Sonne und nur wenige Wölkchen an dem Bilderbuch-Sommerwochenende. Gefragt waren aber auch Schattenplätze.

Zu Wochenbeginn gebe es einen Temperatursturz um zehn Grad, sagte gestern Ulrike Maiwald, Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst. „Dann bewegen wir uns wieder auf normalem Niveau“, sagte sie. Ab Wochenmitte werde es wieder sommerlich.

Die Hitze machte vielen Menschen auch gesundheitlich zu schaffen – wenn auch nicht unbedingt mit Kreislaufzusammenbrüchen. In der Rettungsstelle des Unfallkrankenhauses Berlin landeten am Wochenende verstärkt Patienten mit grippalen Infekten und Lungenentzündungen, wie Sprecherin Angela Kijewski auf Anfrage. „Die Hitze ist ein Freudenfest für Viren aller Art.“

Vor einem anderen Phänomen stand die Regionalleitstelle der Potsdamer Feuerwehr:  Innerhalb von vier Stunden wurde sie 14-mal wegen Insektenstichen alarmiert. „Das hatten wir noch nie“, sagte ein Sprecher. Die Patienten seien vor allem von Wespen attackiert worden. Die Leitstelle ist zuständig für die Landkreise Prignitz-Ruppin, Prignitz, Havelland und Potsdam.

In Straßencafés in Berlin und Potsdam waren an dem heißen Wochenende Plätze unter Sonnenschirmen besonders begehrt. An Eisläden bildeten sich immer wieder Schlangen. Bootstouren auf der Havel mit Start in Potsdam oder entlang der Spree von Berlin aus waren bei Einheimischen und Touristen gefragt.

In der Region stieg zudem die Ozonbelastung. Empfindliche Menschen sollten aufpassen, empfahl die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt. Tränenreiz und Kopfschmerzen sowie eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Atembeschwerden seien möglich. Ab Sonntagabend wurden zunächst etwas Abkühlung und sinkende Belastung erwartet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen