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Denkmalschutzförderung : Reformation und Denkmale

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Luther bewegt auch die Arbeitsgemeinschaft Brandenburger Städte mit historischen Stadtkernen

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Die Brandenburger Städte mit historischen Stadtkernen widmen sich in diesem Jahr auch dem Reformator Martin Luther. Dabei geht es um Verbindungen der märkischen Kommunen zu Luther. Es sind Ausstellungen und sonstige Veranstaltungen geplant. Desweiteren wurde gestern auf der Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft Brandenburger Städte mit historischen Stadtkernen ging es auch darum, dass die Mitgliedsstädte trotz oft gut sanierter Zentren auch in Zukunft von der Denkmalschutzförderung profitieren wollen. Der Arbeitsgemeinschaft gehören auch Lenzen und Perleberg an.

Mittelfristig müsse weiter in die Erhaltung der in den vergangenen Jahrzehnten sanierten Gebäude investiert werden, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Brandenburger Städte mit historischen Stadtkernen, Michael Knape, gestern in Potsdam. Er ist Bürgermeister von Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark). Mit Mitteln des Bundes, der Länder und Kommunen sowie mit privatem Engagement sei viel erreicht worden.

Nach Angaben von Knape wurden etwa 70 bis 80 Prozent der Zentren in den 31 Mitgliedskommunen der Arbeitsgemeinschaft seit der Wende wiederhergerichtet. Es nutze aber nichts, nur die Häuser originalgetreu zu sanieren. „Hinter den Gardinen muss sich Leben regen.“ Bürger sollten in geschichtsträchtige Zentren einer märkischen Kleinstadt ziehen und nicht auf der grünen Wiese bauen. „Der Verfall ist aufgehalten worden. Jetzt ist es wichtig, wieder Leben in die Bude zu bringen“, betonte Knape Das bedeute, Kulturangebote zu machen, Handwerk und Gewerbe anzusiedeln, aber auch Platz für Kitas, Arztpraxen oder Dienstleistungen zu schaffen.

Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) kündigte an, die Städte könnten aus dem Bundesprogramm Soziale Integration der Quartiere Nutzen ziehen. Rund 6,2 Millionen Euro stelle der Bund in diesem und im kommenden Jahr zur Sanierung von Kindertagesstätten, Bürgerzentren oder Schulen bereit. Bei den Projekten trage der Bund ein Viertel der Summe, das Land 15 und die Kommunen 10 Prozent.

Seit 1991 wurden laut Schneider rund 754 Millionen Euro aus dem Bund-Länger-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz für märkische Sanierungsgebiete bewilligt. „Wenn die Attraktivität der Städte erhöht wird, dann bleiben und kommen auch junge Leute.“ Die Arbeitsgemeinschaft besteht seit 25 Jahren. Mittlerweile sind 31 Städte Mitglied – von Angermünde über Doberlug/Kirchhain bis hin zu Ziesar.

 


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