Oranienburg : Projekt für Bombenräumung

Land will Oranienburg bei Beseitigung der Kriegshinterlassenschaften helfen

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18. April 2019, 08:21 Uhr

Potsdam | Brandenburgs Landesregierung will Oranienburg (Oberhavel) bei der Räumung von Weltkriegsbomben stärker unterstützen. Nach einem Kabinettsbeschluss solle der Zentraldienst der Polizei für den Kampfmittelbeseitigungsdienst mehr Personal bekommen und als Sonderordnungsbehörde dort zusätzliche Aufgaben übernehmen, teilte das Innenministerium gestern mit.

So soll der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Untersuchungen von Flächen durch gewerbliche Firmen kontrollieren und die Bescheinigungen für Kampfmittelfreiheit ausstellen. Die Stadt soll auch in Gebieten, die als weniger belastet gelten, finanzielle Hilfen vom Land für die Bombensuche beantragen können.

„Seit 1991 sind in Oranienburg mit Hilfe des Zentraldienstes der Polizei und seinem Kampfmittelbeseitigungsdienst mehr als 200 Großbomben erfolgreich entschärft beziehungsweise gesprengt worden“, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Oranienburg sei wie keine andere deutsche Stadt von der Kampfmittelbeseitigung betroffen. „Mit der Gesetzesänderung schaffen wir die Voraussetzungen, hier neue Wege zu gehen.“

Der Landtag muss dem Gesetz, das Oranienburg befristet auf drei Jahre zur Modellregion für Kampfmittelbeseitigung machen soll, noch zustimmen. Dem Zentraldienst wurden mit dem Doppelhaushalt 2019/2020 13 zusätzliche Stellen bewilligt. Für beide Jahre wurden zusätzlich vier Millionen Euro für die Kampfmittelbeseitigung eingestellt.

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