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Gesundheit Brandenburg : Prignitz: Höchster Krankenstand

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Studie: Kranke Kinder werden auch weiterhin in Brandenburg meist von der Mutter gepflegt

svz.de von
erstellt am 29.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Der Krankenstand bei den AOK-versicherten Arbeitnehmern in Brandenburg ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr (5,8 Prozent) erneut leicht gestiegen und liegt derzeit bei sechs Prozent. Das zeigt eine gestern veröffentlichte Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Im Vergleich der Landkreise verbuchte dabei Frankfurt (Oder) mit 5,5 Prozent den niedrigsten Wert, während die Prignitz mit 6,8 Prozent an der Spitze lag. Insgesamt verzeichnete Brandenburg im Bereich der Dreiländerkasse einen höheren Krankenstand als Berlin (5,2 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (5,8 Prozent). Der bundesweite Krankenstand betrug unverändert 5,3 Prozent. Jeder Beschäftigte in der Mark hat im Durchschnitt 21,9 Tage wegen einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gefehlt.

Die Krankheitsarten mit den höchsten Anteilen an den Arbeitsunfähigkeitsfällen waren Atemwegserkrankungen mit einem Anteil von 21,6 Prozent, gefolgt von Erkrankungen des Muskel/Skeletts mit 15,8 Prozent, Erkrankungen der Verdauung mit 10,1 Prozent und Verletzungen mit 7,6 Prozent.

Der Fehlzeitenreport beleuchtet in diesem Jahr auch die Situation der Arbeitnehmer bei der Pflege von erkrankten Kindern. Hier stieg die Zahl derer, die das Angebot des Kinderpflegekrankengeldes in Anspruch nahmen, in den letzten fünf Jahren kontinuierlich an. Während 2012 nur durchschnittlich 3,5 Prozent aller AOK-Mitglieder in Brandenburg das Kinderpflegekrankengeld nutzten, waren es 2016 bereits 5,1 Prozent. Auch regional gibt es Unterschiede.

So liegen die Zahlen für Potsdam im Durchschnitt, während der Anteil in Frankfurt (Oder) mit 5,4 Prozent über dem Landesdurchschnitt liegt. Cottbus ist mit 4,3 Prozent das Schlusslicht im Vergleich der großen Städte. Die größte Inanspruchnahme verzeichnete Ortrand mit 9,9 Prozent.

Bezogen auf das Verhältnis zwischen den Geschlechtern fällt auf, dass besonders die berufstätigen Mütter ihr krankes Kind pflegen. Sie nehmen das Kinderpflegekrankengeld dreimal so häufig in Anspruch wie die Männer. Außerdem zeigen die Zahlen, dass das Kinderpflegekrankengeld in den neuen Bundesländern häufiger in Anspruch genommen wird als in den alten. Ein Grund hierfür könnte sein, dass dort die Mütter früher in den Beruf zurückkehren.

Insgesamt zeichnen sich die Kinderkrankengeldfälle durch kurze Fehlzeiten im Beruf aus. Fast 75 Prozent der Eltern im Land, die wegen eines kranken Kindes fehlen, sind nicht länger als drei Tage je Krankheitsfall abwesend. Im Vergleich dazu dauert die krankheitsbedingte Fehlzeit eines erwerbstätigen AOK-Mitgliedes im Durchschnitt 13,5 Tage je Fall.  





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