Gewitter : Potsdam ist Hauptstadt der Blitze

Ein Blitz erhellt den Abendhimmel über der Landschaft mit Windenergieanlagen im Landkreis Oder-Spree.
Ein Blitz erhellt den Abendhimmel über der Landschaft mit Windenergieanlagen im Landkreis Oder-Spree.

Wenn es kracht und donnert, sind sie ein Naturereignis, können aber manch einen auch das Fürchten lehren - die Blitze

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29. Juli 2020, 05:00 Uhr

Potsdam ist von allen Landeshauptstädten diejenige, über der es im Vorjahr am meisten geblitzt hat. Das zeigt der am Dienstag veröffentlichte Siemens Blitzatlas 2019. Je Quadratkilometer registrierte der Blitz-Informationsdienst 2,3 Erdblitze in Brandenburgs Landeshauptstadt, gefolgt von Berlin mit der Blitzdichte von 2,16. Beim Blitz-Ranking der Bundesländer liegt Brandenburg nach Berlin (2,16) und Mecklenburg-Vorpommern (1,41) mit einer Blitzdichte von 1,25 pro Quadratkilometer an dritter Stelle.

Am meisten gewitterte es 2019 im Juni und Juli. Blitzreichster Tag war der 12. Juni mit gemessenen 24 245 Einschlägen. Besonders betroffen waren Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Insgesamt sei das Vorjahr ausgesprochen blitzarm in Deutschland gewesen, hieß es vom Leiter des Blitz-Informationsdienstes, Stephan Thern. Das habe an der großen Trockenheit gelegen. Gewitter benötigten Hitze und Feuchtigkeit. So gab es 2019 in Deutschland 329 000 Einschläge - so wenige wie nie seit Start des Blitzatlasses 2007. 2018 hatte Potsdam mit Kiel, Schwerin und dem Landkreis Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) bundesweit noch zu den Orten der geringsten Blitzdichte gehört. Je Quadratkilometer registrierte der Blitz-Informationsdienst 0,2 Erdblitze in der Landeshauptstadt.

Blitze entstehen bei Gewittern: Heftiges Auf und Ab von Wasser- und Eisteilchen in der Gewitterwolke polarisiert die natürliche Luftelektrizität. Wird das Spannungsfeld zwischen positiver und negativer Ladung zu stark, entlädt sich ein Blitz.

Nach Angaben des Informationsdienstes sind Blitze der Grund für viele Schäden an elektrischen Geräten. Die meist hochempfindliche Elektronik etwa in Fernsehern, Satellitenempfängern und Waschmaschinen könne selbst dann beschädigt werden, wenn der Blitz in größerer Entfernung einschlage.

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