Werben für Urlaub in Brandenburg : Postkarten und viele Flyer

Landschaftsfilme werben im Naturkino auf der ITB für Urlaub in Brandenburg.
Landschaftsfilme werben im Naturkino auf der ITB für Urlaub in Brandenburg.

Tourismus in Brandenburg: Radfahren, Kultur genießen oder in schöner Landschaft die Seele baumeln lassen

svz.de von
09. März 2018, 05:00 Uhr

Gummibärchen gibt es keine, dafür jede Menge Informationsmaterial und sachkundige Antworten - an den gut 30 Brandenburger Ständen auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin soll Lust auf Urlaub im Land gemacht werden. Im Vorjahr meldeten alle Reiseregionen Zuwächse bei den Übernachtungen. Daran soll in diesem Jahr angeknüpft werden. Insgesamt gab es ein Plus von 1,6 Prozent 2017.

Doch wie will man Touristen locken und auch zum Bleiben animieren? Gerade hat die Landesregierung einen Werbespot für ihre neue Landes-Imagekampagne ins Internet gestellt. Motto: „Brandenburg. Es kann so einfach sein“. An den Ständen der Brandenburger in Halle 12 spielt der mittlerweile vieldiskutierte Slogan kaum ein Rolle.

Eigentlich sei er ganz nett, meint Andrea Buss von der Touristikinformation Kremmen (Oberhavel). Wenn darüber geredet werde, sei das aber ganz gut für Brandenburg. Damit bleibe des Land im Gespräch. „Das ist dann wieder positiv.“ Antje Fischer vom Tourismusverband Fläming wandelt den Landesslogan etwas ab: „Wir sagen einfach dazu: Willkommen Berlin. Die Stadt ist ja unser direkter Nachbar.“ An den Messeständen wird der neue Spot im Moment nicht so wichtig genommen und spielt derzeit kaum eine Rolle. Erst zum 1. Mai soll die eigentliche Landeskampagne starten.

Viele märkische Reiseregionen haben vielmehr seit langem einen eigenen Spruch, setzen auf regionale Highlights. „Wir haben Kultur, Wasser und viel Natur“, wirbt Stefanie Klug vom Tourismusverband Ruppiner Seenland und zuständig für Reisegruppen. Es sei eigentlich für jeden Urlauber etwas dabei. Neuruppin bereite sich beispielsweise auf das Fontane-Jahr 2019 zum 200. Geburtstag des Schriftstellers vor. Die ersten Anfragen von Reiseunternehmen liefen bereits, sagt sie.

Die Region Dahme-Seenland bezeichnet sich souverän als „Vorgarten von Berlin“. „Eingeladen sind vor allem Tagesausflügler, die hier Kahn fahren, aufs Rad steigen oder wandern“, sagt Uwe Seipt, Marketingleiter der Region. „Wir haben eine eigene Identität, mit der wir bekannt sind“, meint er. „Ursprüngliches ganz nah“ lautet der Gruß, mit dem der Barnim wirbt.

Nicht weit von Berlin gebe es 6000 Hektar Seen und damit zahlreiche Möglichkeiten für Wassersport und viel Natur, sagt Frank Potschien, Tourismusbeauftragter der Wirtschafts- und Tourismusgesellschaft des Landkreises.

In der Uckermark ist es laut Eigenwerbung „Einfach schön“. Gerade hat die Region das Zertifikat als nachhaltiges Reiseziel erworben, als erste Region im Land. Nun wolle man an bestimmten Themen weiter arbeiten, heißt es. Unter anderem solle die Mobilität noch umweltfreundlicher werden.

Der Tourismusverband Fläming setzt ganz modern auf die neuen Medien bei der Werbung. Fläming-Botschafter wurden ernannt, die in der Region verwurzelt sind. Per Instagram teilen die Hobbyfotografen Lieblingsbilder von ihrer Heimat. Ganz persönliche Tipps zu Ausflugszielen und zu ihren Lieblingsplätzen gibt es gratis im Netz dazu. „Wer will, kann ganz konventionell eine Postkarte mit den schönsten Motiven verschicken“, sagte Antje Fischer vom Tourismusverband. Damit werde auch Werbung gemacht.

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