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Brandenburg

24. November 2017 | 03:13 Uhr

Polnische Firmen gründen im Land

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zukunftsagentur wird Wirtschaftsförderer / Unternehmen aus dem Nachbarland entdecken Brandenburg

Mehr als 3500 neue Arbeitsplätze und Investitionen von 273 Millionen Euro: die Brandenburger Wirtschaftsförderer der Zukunftsagentur konnten im Vorjahr so erfolgreich wie nie Firmen aus dem In- und Ausland für Standorte zwischen Elbe, Havel und Oder gewinnen. „Damit wurde eines der besten Geschäftsergebnisse seit Gründung 2001 erreicht“, sagte gestern Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) in Potsdam. 2015 wurden rund 3075 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Ab 10. April firmiert die Zukunftsagentur ZAB unter dem Namen Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB). Mit dem Umzug in die Potsdamer Innenstadt und neuen Servicepaketen, unter anderem zu Firmenansiedlungen, zur Fachkräfteentwicklung oder Energieberatung, werde sie noch kundennäher arbeiten, hieß es.

Im Vorjahr waren vor allem Unternehmen aus den Bereichen Industrie und Logistik die Wachstumsmotoren, die bei der Ansiedlung unterstützt beziehungsweise neu ins Land geholt wurden, sagte der Sprecher der Geschäftsführung der Zukunftsagentur, Steffen Kammradt. Zur Bilanz 2016 gehören 62 Unternehmensentwicklungen und 37 neue Ansiedlungen.

In den vergangenen 15 Jahren wurden laut ZAB-Bilanz 201 internationale Projekte betreut. Insgesamt entstanden mit einem Volumen von zehn Milliarden Euro knapp 52 000 Arbeitsplätze.

Nach den USA und der Schweiz gebe es zunehmend Interesse aus Polen an Standorten in Brandenburg, betonte Gerber. „Polen kommt langsam in Schwung. Die Zeit ist reif.“ So baut die ATT Polymers GmbH in Guben (Spree-Neiße) ein Zentrallager für die Firmengruppe. 7,5 Millionen Euro werden investiert, fünf Arbeitsplätze entstehen. Der polnische Maschinenbauer Rolbatch richtet in Eberswalde (Barnim) eine Halle für die Produktion ein. 600 000 Euro werden investiert und zehn Arbeitsplätze entstehen.

Deutsche Qualitätsarbeit habe auf den internationalen Märkten einen guten Namen, betonte Kammradt. Das sei für ausländische Firmen eines der Kriterien, hier zu investieren und sich anzusiedeln.

Interessenten werden dann unter anderem nicht nur bei der Suche nach geeigneten Standorten, sondern auch bei der Gewinnung von Fachkräften unterstützt.

 

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