Polizisten arbeiten freiwillig länger

Arbeit statt Ruhestand – diese Option kommt auch in Brandenburg gut an

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31. Januar 2016, 13:10 Uhr

Unter Brandenburgs Polizisten findet das neue Angebot, weiter zu arbeiten, statt planmäßig in den Ruhestand zu gehen,einigen Anklang. 20 von 86 Polizeibeamten entschieden sich im Dezember für diese Möglichkeit, wie Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage berichtet. „Das ist eine gute Quote“, sagte ein Ministeriumssprecher.

Die Beamten seien Ende 2015 gefragt worden. Einer der Interessenten könne allerdings aus gesundheitlichen Gründen nicht länger arbeiten. Seit Dezember bestehen für Polizeibeamte aufgrund eines geänderten Stellenplans im Land Brandenburg bessere Chancen, länger zu arbeiten.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte in der Vergangenheit wiederholt die freiwillige Verlängerung der Lebensarbeitszeit gefordert und ist zufrieden mit der derzeitigen Nachfrage.

„Die Zahl liegt im Bereich unserer Erwartungen“, sagte der Brandenburger Landesbezirksvorsitzende Andreas Schuster der Deutschen Presse-Agentur. Das Angebot betreffe derzeit Kollegen im Alter von 60 bis 62 Jahren. Gleichzeitig kritisierte Schuster, dass die Landesregierung noch keine Möglichkeiten der Arbeitszeitverkürzung geschaffen habe.

Laut Schuster gehen jährlich im Land etwa 300 Kollegen in Rente oder in Pension. „Manche Polizisten fühlen sich aber einfach noch fit und gesund oder brauchen auch das Geld.“

Andererseits seien einige Kollegen aber nach Jahrzehnten im Streifendienst auch so ausgelaugt, dass sie gern früher aus dem Beruf ausscheiden würden. Doch entsprechende Möglichkeiten, etwa eine Altersteilzeit, gebe es noch nicht, konstatierte der Gewerkschafter.

In Brandenburg sind derzeit etwa 8050 Polizisten im Dienst - laut Schröter sind das weniger als benötigt. Brandenburg hat bereits begonnen, ehemalige Feldjäger der Bundeswehr zu Polizisten umzuschulen. Zudem werden mehr junge Polizeianwärter ausgebildet.

Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist dem Innenminister zufolge eine weitere Möglichkeit, die Zahl der Beamten zu erhöhen.

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